Wieder Warnstreiks bei der Bahn

- Nürnberg - Im Tarifkonflikt bei der Bahn wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA ihre Warnstreiks in der kommenden Woche fortsetzen. Dies kündigte der für Tarifpolitik zuständige Transnet-Vorstand Alexander Kirchner in Nürnberg an. Am Wochenende werde es dagegen keine Aktionen geben, sagte Kircher der dpa. Er forderte die Bahn auf, ein "verhandelbares Angebot" zu machen.

In diesem Fall werde man die Warnstreiks sofort beenden. Beim dritten Warnstreik innerhalb einer Woche hatten am Freitag in den Morgenstunden laut Transnet mehr als 300 Beschäftigte die Hauptbahnhöfe in Nürnberg und München lahmgelegt.

Pendler und Reisende mussten im Regional- und Fernverkehr der beiden größten bayerischen Ballungsräume erhebliche Verspätungen und Behinderungen in Kauf nehmen. In dem Tarifkonflikt geht es um den Erhalt der Arbeitsplatzgarantien beim bundeseigenen Bahnkonzern bis 2010 auch nach dem geplanten Börsengang. In Nürnberg beteiligten sich nach Transnet-Angaben zwischen 5.30 und 7.30 Uhr rund 200 Beschäftigte an den Aktionen. Wegen des Ausstands des Rangierpersonals konnten Züge zunächst nicht für den Regionalverkehr bereitgestellt werden.

Rangierloks blockierten zudem alle Regionalgleise. Anschließend beteiligten sich Lokführer und Zugbegleiter an den Warnstreiks. Auch Beschäftigte des Stellwerks und der Sicherheitsdienste traten in den Ausstand. Der Zugverkehr am Hauptbahnhof kam vollständig zum Erliegen. In München traten ab 5.30 Uhr etwa 120 Beschäftigte für zwei Stunden in den Warnstreik. Züge konnten den Hauptbahnhof nicht verlassen. Nicht betroffen war die S- Bahn in der bayerischen Landeshauptstadt.

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