Wiesheu hofft auf Lösung für Walter-Töchter

- München - Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) hofft nach dem Zusammenbruch des Bauriesen Walter auf eine zügige Lösung für die wesentlichen Tochterunternehmen. Mit dem Verkehrswegebau, der Bautechnik-Tochter DSI und weiteren Bereichen gehöre eine Reihe profitabler und interessanter Segmente zu dem Konzern, sagte Wiesheu am Donnerstag in München.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Werner Schneider sei nun dabei, die wichtigsten Unternehmensteile zusammenzufassen und für sie Bewerber zu finden.<BR><BR>Ende vergangener Woche hatten nach dem Insolvenzantrag der Walter Bau-AG auch elf kleinere Tochterunternehmen mit insgesamt etwa 500 Mitarbeitern Insolvenzanträge gestellt. Branchenkreise rechnen mit weiteren Pleiten. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers gab es dazu aber am Donnerstag keinen neuen Stand. Als ein Interessent für die Übernahme von Unternehmensteilen gilt der Konkurrent Strabag. <BR><BR>Zudem ist die Stuttgarter Familie Lenz an der Mehrheit am Baukonzern Züblin interessiert, an dem die insolvente Walter Bau-AG mit 53 Prozent beteiligt ist. Die Familie Lenz kommt derzeit auf rund 43 Prozent an der Stuttgarter Ed. Züblin AG.<BR><BR>Nach Angaben der Handwerkskammer Schwaben haben die Insolvenzen auch negative Folgen für das Handwerk der Region. Täglich würden Anrufe besorgter Firmen eingehen, die mit Walter-Bau-Unternehmen in Geschäftsverbindung stehen und um Zahlungen fürchten, teilte die Kammer am Donnerstag mit. Es sei nicht absehbar, wie viele Firmen von dem "Insolvenz-Sog" mitgerissen würden. 

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