Wie die Wiesn etwas billiger wird

München - Ab heute bleibt beim größten Volksfest der Welt 16 Tage lang kein Zapfhahn mehr trocken. Doch nicht nur Bier, sondern vor allem Geld fließt auf der Wiesn zuhauf. Dabei kann man mit etwas Planung etwas kostengünstiger den Vergnügungen frönen - ob rasanten Fahrgeschäften oder kulinarischen Leckereien.

Pünktlich zum Wiesnstart haben sich Festhallen, Stände und Spielbuden wieder in Schale geworfen. Stolz sind die Betreiber der Fahrgeschäfte dabei vor allem auf eines: Trotz Modernisierung bleiben die Eintrittspreise weitgehend konstant. Wer sich dennoch den ein oder anderen Euro bei der Fahrt in der Geisterbahn, im Karussell oder Autoscooter sparen möchte, dem seien die Nachmittage ans Herz gelegt.

Günstiger Spaß bei Familientagen

Damit der Wiesnspaß für Eltern nicht zu teuer wird, ist an den zwei Dienstagen, am 25. September und am 2. Oktober, zwischen 12 und 18 Uhr "Familientag" angesagt: Hier gelten für Kinder und Erwachsene bei vielen Fahrgeschäften vergünstigte Tarife. Außerdem schließen sich viele Imbissstände an, sodass Getränke und Esswaren ebenfalls zu niedrigeren Preisen zu haben sind. Es lohnt sich also, die beiden Familientage für den Wiesn-Bummel zu nutzen.

Schnäppchen machen beim Mittagstisch

Die Spar-Aktion "Mittagswiesn" der Schausteller und Marktkaufleute findet heuer bereits zum neunten Mal statt. Die teilnehmende Fahrgeschäfte, Essensstände, Wurf- oder Schießbuden sind am Logo der Mittagswiesn erkennbar. Von Montag bis Freitag, 10 bis 15 Uhr, wird ein Preisnachlass von 10 bis 30 Prozent angeboten. Davon ausgeschlossen sind die Wochenenden sowie der 3. Oktober. Darüber hinaus gibt es seit einigen Jahren auch die "Wiesn-Hits für Kids", die an dem gelben Aufkleber an Ständen und Fahrgeschäften zu erkennen sind. Ob Kasperltheater, Rutschbahn oder Karussell: Hier locken niedrigere Preise extra für die Kleinsten. Ein entsprechender "Hits"-Plan ist auf dem Festgelände erhältlich. Übrigens - wer im Getümmel sein Kind aus dem Auge verliert: Unter Tel. (0 89) 23 33 02 96 ist die Kinderfundstelle auf der Wiesn erreichbar.

Brotzeit ruhig selbst mitbringen

Wer seine Brotzeit gerne am liebsten unter freiem Himmel genießt, der kann heuer auf ganz unkomplizierte Weise etwas Geld einsparen: Denn die ungeschriebene Tradition des Verzehrs einer selbst mitgebrachten Brotzeit ist bei der diesjährigen Wiesn zum ersten Mal offiziell in den Biergärten der Festhallen erlaubt.

Service-Oase im Wiesntrubel

Große und kleine Wiesnbesucher, die sich ein paar ruhige Minuten fernab des Fest-Trubels gönnen möchten, ohne Eintritt zu bezahlen, sollten das Familien-Platzl in der Wiesn-Straße 3, Ost aufsuchen. Dort lässt es sich in gemütlicher Atmosphäre hervorragend entspannen. Für die Allerkleinsten stehen zudem ein Kinderwagenparkhaus, ein Babywickelraum und eine Mikrowelle, um Babynahrung zu erwärmen, zur Verfügung.

Bierpreise im steten Anstieg

Neben Abstinenz gibt es beim Genuss des süffigen Gerstensafts wohl wenig Möglichkeiten, ein paar Euro einzusparen. Der Bierpreis liegt heuer laut Tourismusamt München zwischen 7,30 und 7,90 Euro pro Maß - im Vorjahr waren es durchschnittlich 6,95-7,50 Euro.

Ein Liter Tafelwasser schlägt mit durchschnittlich 6,18 Euro pro Liter (Vorjahr: 5,84 Euro) zu Buche, die Maß Spezi mit 7,19 Euro (2006: 6,90 Euro) und auch der Preis für Limonade steigt um 28 Cent auf stolze 6,71 Euro.

Wohin mit den Marken?

Wer Bier- oder Essensmarken hat, aber lieber in ein anderes Zelt gehen möchte, dem sei gesagt: Bloß nicht wegwerfen! Die Marken kann man entweder auf Internetbörsen umtauschen, oder aber in mancher Gaststätte außerhalb des Wiesngeländes einlösen - das ist übrigens auch noch einige Wochen nach der Wiesn möglich.

Katja Locker

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