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Eine Design-Studie des neuen Midsize Sedan von VW, der speziell für die USA entwickelt wurde.

VW will 2011 in USA deutlich vorankommen

Washington - Volkswagen will im Zuge seiner ehrgeizigen Wachstumspläne auf dem wichtigen US-Markt in diesem Jahr einen großen Schritt nach vorne machen.

“Dieses Jahr ist vielleicht das entscheidendste Jahr für Volkswagen in den USA“, sagte US-Chef Jonathan Browning am Samstag am US-Stammsitz von VW in der Nähe von Washington, kurz vor Beginn der Automesse in Detroit. Volkswagen will seinen Absatz in den USA deutlich steigern, im ersten Quartal 2011 läuft zudem die Produktion im neuen US-Werk an.

Bislang ist VW auf dem US-Markt vergleichsweise schwach vertreten. Absatzzuwächse in den USA gelten als wichtiger Baustein auf dem Weg, bis 2018 Toyota als weltgrößter Autobauer abzulösen. 2011 sollen die Verkäufe der Marke VW in den USA auf rund 300 000 Stück steigen, bis 2018 will der Autobauer den Absatz auf 800 000 Fahrzeuge erhöhen.

Einen maßgeblichen Beitrag dazu soll der sogenannte New Midsize Sedan leisten. Der in der Passat-Klasse angesiedelte Wagen wurde speziell für die USA entwickelt und wird dort ab diesem Jahr in dem neuen Werk im US-Bundesstaat Tennessee produziert.

Wann das neue Werk in Chattanooga profitabel laufen soll, dazu gibt es nach Angaben von Projektleiter Frank Fischer keine Vorgabe. Aber das Ziel der VW-Spitze, bis 2013 das US-Geschäft auf Gewinn zu trimmen. Mit dem neuen Standort in Tennessee will sich der Konzern unabhängiger von oftmals nachteiligen Wechselkurseffekten machen.

Preissteigerungen bei VW wegen der Währungsdifferenzen hatten in der Vergangenheit mit zum Niedergang der Marke in den USA beigetragen. Die 1978 gestartete US-Montage wurde 1988 eingestellt. Nun sollen über 90 Prozent der zugelieferten Teile für das Werk in Chattanooga aus dem Dollarraum kommen. Neben der engen Zusammenarbeit mit Zulieferern aus der Umgebung des Werks, zählen dazu beispielsweise aus dem mexikanischen VW-Werk Puebla zugelieferten Motoren. In der ersten Ausbaustufe ist eine Kapazität von 150 000 Fahrzeugen pro Jahr vorgesehen. Das Werk, in das Volkswagen rund eine Milliarde Dollar investiert, soll noch im ersten Quartal 2011 anlaufen.

Mit dem New Midsize Sedan drängt Volkswagen in die Fahrzeugklasse, in der in den USA am meisten Autos verkauft werden. Damit tritt das neue Modell gegen etablierte Platzhirsche vor allem asiatischer Wettbewerber wie den Toyota Camry, Honda Accord oder Hyundai Sonata an. Mittelfristig sollen sich die Verkäufe des New Midsize Sedan mit dem bislang erfolgreichsten VW-Modell Jetta in etwa die Waage halten.

Die neue US-Strategie steht unter besonderem Augenmerk von VW-Chef Martin Winterkorn und dem gesamten Vorstand. “Es gibt ein hohes Maß an Engagement, das US-Geschäft erfolgreich zu machen“, sagte Browning. “Sie wollen eine fundamentale Veränderung unserer Position auf dem US-Markt erreichen.“

Die besten Zeiten erlebte VW in den USA im Zeichen von Käfer und Bulli: 1968 entschieden sich 569 292 Amerikaner für einen VW. Im vergangenen Jahr hatte die Marke VW in den USA einen Zuwachs von gut 20 Prozent erzielt und mit 256 830 Fahrzeugen so viele verkauft wie seit sieben Jahren nicht mehr.

dpa

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