Eon will Regionalgeschäft neu ordnen

Düsseldorf - Der Energieriese Eon will sein Regionalgeschäft neu aufstellen und sich dabei auf nur noch vier der derzeit sieben Regionalversorger konzentrieren.

Für die drei Regionalversorger Eon Mitte in Kassel, Eon Thüringen in Erfurt und Eon Westfalen Weser in Paderborn strebe man eine Neuordnung der Beteiligungsverhältnisse an, teilte Eon am Montag in Düsseldorf mit. Entsprechende Gespräche mit den jeweiligen kommunalen Partnern seien bereits aufgenommen worden oder geplant. Denkbar sei etwa eine Aufstockung der jeweiligen kommunalen Beteiligungen.

Im Fall des Thüringer Regionalversorgers gehe es um 53 Prozent der Anteile, sagte ein Sprecher der Eon Thüringer Energie AG am Montag. 47 Prozent der Anteile an dem Strom- und Gasversorger, der etwa 1400 Mitarbeiter beschäftigt, halten die Thüringer Kommunen bereits. Insgesamt seien rund 850 Städte und Gemeinden an Eon Thüringen beteiligt. Auch bei Eon Westfalen liefen bereits entsprechende Gespräche, teilte das Unternehmen mit.

Künftig sei geplant, das Geschäft auf die vier Regionalversorger Eon Avacon AG (Helmstedt), Eon Bayern AG (Regensburg), Eon edis AG (Fürstenwalde) und Eon Hanse AG (Hamburg) zu konzentrieren. Dort ist Eon jeweils Mehrheitsgesellschafter oder hält wie bei Eon Bayern sogar 100 Prozent der Anteile. Diese vier Unternehmen stünden für rund drei Viertel des heutigen Regionalversorgungsgeschäfts, hieß es.

Dieser Verbund solle die Umsetzung der Energiewende in den Regionen insbesondere mit einem beschleunigten Ausbau der Netze und einer dezentralen Erzeugung vorantreiben, kündigte das Unternehmen an. Die Umsetzung der Pläne stehe noch am Anfang, sagte ein Sprecher. Zu weiteren Einzelheiten könne man derzeit noch keine Stellung nehmen.

dpa

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