IWF will für Sanierung mehr als 400 Tonnen Gold verkaufen

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Washington (dpa) - Der Internationale Währungsfonds (IWF) will im Rahmen der Sanierung seiner Finanzen 403,3 Tonnen Gold aus seinen Reserven verkaufen. Dies teilte der IWF am Montag (Ortszeit) in Washington mit.

Das Gold habe einen Wert von derzeit elf Milliarden Dollar (rund 7 Mrd Euro), hieß es aus Kreisen des Fonds. Aus dem Verkauf wird ein Gewinn von rund sechs Milliarden Dollar erwartet.

Der Verkauf dieser etwa zwölf Prozent der Goldreserven des Fonds solle über einen längeren Zeitraum erfolgen, so dass keine Gefahren für eine Beeinträchtigung des Marktes bestünden. Zunächst wolle der IWF versuchen, das Edelmetall an "offizielle Stellen" wie etwa Zentralbanken zu veräußern. "Wenn das nicht reicht, dann gehen wir auch auf den Markt", sagte ein IWF-Mitarbeiter.

Der Goldverkauf ist Teil eines Restrukturierungsplans, um die Einnahmen und Ausgaben des Fonds angesichts eines sich abzeichnenden Defizits von 400 Millionen Dollar in den nächsten Jahren auf eine neue Basis zu stellen. Teil des Vorhabens ist auch die Streichung von 380 IWF-Stellen über die kommenden drei Jahre, hieß es.

Dem Goldverkauf zustimmen müssen noch der US-Kongress und viele IWF-Mitgliedsländer. IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn sagte, der Fonds werde mit diesem Sanierungsplan auf eine solide finanzielle Basis gestellt und es würde zugleich eine Modernisierung des Fonds mit sich bringen. Der IWF würde zu einer effizienter arbeitenden Institution mit Blick auf die Bedürfnisse seiner Mitgliedstaaten werden, sagte Strauss-Kahn. Der IWF werde in den nächsten drei Jahren seine Ausgaben um 100 Millionen Dollar reduzieren.

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