EU will Spielzeug sicherer machen

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Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission will in den kommenden Monaten dafür sorgen, dass Eltern beim Kauf von Spielzeug weniger Angst vor unsicheren Billigprodukten aus China haben müssen. Die für Verbraucherschutz zuständige Kommissarin Meglena Kuneva sprach in Brüssel von Fortschritten beim Kampf gegen die Einfuhr von hauptsächlich in China produziertem gefährlichen Spielzeug.

Sie kündigte Maßnahmen an, mit denen in den kommenden Monaten die Gefahr gefährlicher Spielzeugimporte verringert werden soll. Die chinesischen Behörden hätten bei Maßnahmen zur Verhinderung solcher Lieferungen "beachtliche Fortschritte erzielt" und "erhebliche Anstrengungen unternommen".

Die Kommission reagierte mit einer Prüfung der Vorschriften und Verfahren auf eine Häufung von Fällen, bei denen in diesem Jahr vor allem große US-Spielzeughersteller gefährliches Spielzeug aus China von den Märkten zurückrufen mussten. Rund 50 Prozent aller Produkte, die im vergangenen Jahr von einem EU-Schnellwarnsystem für gefährliche Güter erfasst wurden, kamen nach Angaben der EU-Behörde aus China. Im laufenden Jahr lag der chinesische Anteil bei durchschnittlich 48 Prozent, lag jedoch alleine im Monat Oktober bei 69 Prozent von 179 Fällen. Der starke Anstieg sei vor allem auf verstärkte Kontrollen in den EU-Staaten zurückzuführen.

Die gefährlichen Spielzeuge wurden nach Feststellungen der EU-Kommission vor allem bei den Billigwaren gefunden. 80 Prozent aller Spielwaren auf dem europäischen Markt kommen aus China. Kuneva sagte, China habe mit einer erheblichen Verstärkung der Kontrollmechanismen begonnen. Zugleich werde die EU den chinesischen Stellen auch in Zukunft beim Aufbau schlagkräftiger Behörden helfen. "Die chinesischen Behörde nehmen unsere Sorgen sehr ernst", sagte Kuneva. Nur in 43 Prozent der Fälle hätten die chinesischen Behörden jedoch konkret handeln können: In vielen Fällen seien die Hersteller entweder vom Markt verschwunden oder gar nicht feststellbar gewesen.

Die Rückverfolgbarkeit von Produkten sei von zentraler Bedeutung. Bei einem Viertel der als unsicher festgestellten Spielzeuge aus China sei es nicht möglich gewesen, festzustellen, von wem sie überhaupt hergestellt wurden. Die EU-Kommissarin kündigte für das Frühjahr Vorschläge für eine Aktualisierung der Spielzeugrichtlinie an. Die Kommission werde auch Vorschläge für eine bessere Kennzeichnung von kleinen Magneten in Spielzeug machen: Diese würden immer stärker - und allem Anschein nach immer öfter von Kindern verschluckt.

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