VW will verstärkt im Dollar-Raum produzieren

- München - Wegen der anhaltenden Dollar-Schwäche und Problemen im US-Markt will Volkswagen stärker im Dollar-Raum produzieren. Konzern-Chef Bernd Pischetsrieder sagte der "Automobilwoche": "Die Probleme auf Grund der Schwäche der amerikanischen Währung stehen ganz oben auf meiner Agenda." Das Währungsgefälle zwischen Dollar und Euro sei derzeit die größte Belastung. VW prüfe die Vergabe der kompletten Fertigung eines neuen Modells mit hohen Stückzahlen in den Dollar-Raum.

Pischetsrieder verwies auf das VW-Werk im mexikanischen Puebla, das eine Kapazität von einer halben Million Einheiten habe, momentan aber nur einen Jahresausstoß von rund 300 000 Automobilen erreiche. Mit welchem Modell die Lücke geschlossen werden könnte, sagte Pischetsrieder nicht.

Einer Produktion des Golf V in Mexiko allerdings erteilte er angesichts der für den US-Markt benötigten geringen Stückzahlen entgegen früheren Planungen eine klare Absage: "Dazu gibt es bei uns keinen Vorstandsbeschluss." Der Aufbau einer neuen Fertigungsstätte in den USA kommt laut Pischetsrieder "nicht in Frage".

In der deutschen Automobilbranche insgesamt hat sich der Optimismus im vergangenen Jahr nicht bewahrheitet. Wie die Zeitung berichtet, ging die Zahl der Neuzulassungen 2003 um 0,5 Prozent auf 3,24 Millionen Fahrzeuge zurück.

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