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Willy Bogner.

Erhoffter Erlös wohl 250 Mio. Euro

Will Bogner seine Firma verkaufen?

München - Willy Bogner ist bekannt als tollkühner Skirennfahrer, als genialer Filmemacher – und als erfolgreicher Unternehmer in Sachen Sportmode. Angeblich will er aber jetzt seine Bogner Sport GmbH verkaufen.

Willy Bogner ist bekannt als tollkühner Skirennfahrer, als genialer Filmemacher (Feuer und Eis) – und als erfolgreicher Unternehmer in Sachen Sportmode. Für die Bogner Sport GmbH arbeiten fast 900 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2012/13 kam die Firma auf einen Marken-umsatz von 241 Millionen Euro, der Konzernumsatz stieg um vier Prozent auf 188 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor (neuere Zahlen liegen bislang nicht vor) hatte der Nettogewinn bei 19,2 Millionen Euro gelegen. Jetzt steht das Familienunternehmen, das seit Jahrzehnten auch die deutschen Wintersportler für Olympia ausrüstet, offenbar zum Verkauf.

Bogner soll Insidern zufolge die US-Investmentbank Goldman Sachs beauftragt haben, einen Käufer für das Unternehmen zu finden. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Der 72-Jährige erhoffe sich von dem Verkauf seines Lebenswerks einen Erlös von rund 250 Millionen Euro. Von Seiten des Bogner-Konzerns gab es gestern dazu keinen Kommentar.

In Finanzkreisen heißt es, der Verkaufsprozess sei gerade erst angelaufen. Angesprochen werden sollten vor allem Finanzinvestoren, die Erfahrung mit Modemarken haben: der US-Investor Blackstone etwa, oder auch Hugo-Boss-Eigentümer Permira, dem Jack Wolfskin gehört. Auch die Finanzinvestoren Ardian und 3i werden als Interessenten gehandelt.

In der Familie gibt es keinen Nachfolger. Zwar hat das Ehepaar Willy und Sônia Bogner zwei brasilianische Kinder adoptiert: Florinda und Bernhard. Der Sohn starb jedoch 2005 auf tragische Weise, und Florinda Bogner verfolgt andere berufliche Interessen und betätigt sich als Hundepsychologin.

Willy Bogners gleichnamiger Vater, der ebenfalls ein erfolgreicher Skisportler war, hatte 1932 mit dem Import von Ski- und Strickwaren aus Norwegen begonnen. Bereits 1936 wurde die deutsche Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen in Garmisch-Partenkirchen erstmals von Bogner eingekleidet. Seit 1977 führt Willy Bogner junior das Münchner Unternehmen, Gattin Sônia fungiert als „Vorstand Strategische Designberatung“.

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