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Ein starker Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist im Januar üblich und hat nach Experteneinschätzung in diesem Jahr ausschließlich jahreszeitliche Gründe. Foto: Patrick Seeger

Winter treibt Arbeitslosigkeit über Drei-Millionen-Marke

Nürnberg (dpa) - Der Winter hat die Arbeitslosigkeit in Deutschland über die Marke von drei Millionen getrieben. Im Januar waren 3,032 Millionen Menschen ohne Job, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mitteilte.

Das sind 268 000 mehr als im Dezember, aber 104 000 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg zum Vormonat um 0,6 Punkte auf 7,0 Prozent.

"Der Arbeitsmarkt knüpft an die gute Entwicklung des letzten Jahres an. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Januar hat vor allem jahreszeitliche Gründe", erläuterte BA-Chef Frank-Jürgen Weise. Eine Zunahme sei im Zuge der Winterpause üblich; auf vielen Baustellen etwa ruht bei Kälte und Frost die Arbeit. Das Plus fiel in diesem Januar aber geringer aus als in den vergangenen Jahren.

Dass der Anstieg nicht an der Konjunktur liegt, zeigen auch die saisonbereinigten Zahlen: Demnach sank die um jahreszeitliche Einflüsse geklärte Arbeitslosigkeit um 9000 auf 2,836 Millionen. Im Westen Deutschlands ging sie um 5000 zurück, im Osten sank sie um 4000.

Zugleich stiegen Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt weiter an. Nach den jüngsten Daten vom Dezember legte die Erwerbstätigkeit um 22 000 auf 42,87 Millionen zu. Das ist ein Plus um 404 000 im Vergleich zum Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte im November um 45 000 zu. Die Zahl der Menschen mit einem regulären Job lag in der Folge mit 30,69 Millionen gegenüber dem Vorjahr um 539 000 im Plus.

Und die Unternehmen stellen weiter ein: Die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern bewegt sich inzwischen auf Rekordniveau. Im Januar waren 485 000 offene Stellen bei den Arbeitsagenturen gemeldet, 60 000 mehr als vor einem Jahr. Besonders gesucht sind derzeit Mitarbeiter in Verkauf, Verkehr und Logistik. Auch in den Bereichen Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Metalltechnik sowie Maschinen- und Fahrzeugtechnik besteht hoher Bedarf - ebenso in den Gesundheitsberufen.

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