Was der Winterspaß kostet

München - Der starke Sturm in den Bergen lässt derzeit keine große Laune aufs Skifahren aufkommen, aber er bringt zumindest frischen Schnee. Wir zeigen Ihnen die Hausberge der Münchner und was das Skivergnügen dort kostet: Heute: Spitzingsee, Sudelfeld und Christlum.

Rund 70 Kilometer südlich von München liegt die Wintersportregion Spitzingsee. Eine moderne Beschneiungsanlage und die Höhenlage von 980 bis 1693 Meter sollen Schneesicherheit garantieren auf insgesamt 25 Pistenkilometern. Der Einstieg in das Skigebiet erfolgt über den oberhalb des Schliersees liegenden Spitzingsee oder aus dem Tegernseer Tal über Rottach-Egern. Die Wintersportregion besteht aus zwei Gebieten um die Berge Stümpfling und Taubenstein. Ein kostenloser Pendelbus verbindet die fünf Minuten voneinander entfernten Talstationen.

Besonders anspruchsvoll ist die schwarze Buckelpiste vom Gipfel des Rosskopfes. Die beliebteste Abfahrt liegt an der Sutten, dort gleitet man durch breite Waldschneisen ins Tegernseer Tal. Von hier geht es dann in sechs Minuten mit der neuen Suttenbahn wieder hinauf zum Gipfel des Stümpflings. Der Hang liegt bis zur letzten Abfahrt in der Sonne. Snowboarder kommen im von Burton betriebenen Funpark an der Unteren Firstalm auf ihre Kosten ­ auch Profis nutzen die Anlage zum Trainieren. Protektoren und Helme können kostenlos ausgeliehen werden.

Schneesichere Pisten

Mit "verführerischen Pisten" will das "Sonnenparadies" Christlum Skifahrer in die Tiroler Bergwelt locken. Ohne Stau ist das schnell geschehen ­ nur rund eine Stunde brauchen Wintersportler von München nach Achenkirch am Achensee ­ theoretisch.

Das Skigebiet liegt zwischen 950 und 1800 Metern Höhe und gilt als eines der schneesichersten Österreichs ­ Beschneiungsanlagen sorgen ab der richtigen Temperatur für eine weiße Piste.

Auf über 20 Kilometern Abfahrt findet jeder Sportler etwas für seinen Geschmack ­ ob auf den weiten Carvingabfahrten, den griffigen Buckelpisten oder der rasanten Boarder-Cross-Strecke. Im Vergleich zu den anderen beiden Skigebieten müssen aber auch rund vier Euro mehr für eine Tageskarte gezahlt werden.

Brettl-Neulinge finden eine große Auswahl an leichten sowie mittleren Pisten und im "Snowland", bei der Tal- und Mittelstation absolvieren die Skistars von Morgen die ersten schwungvollen Bögen zwischen bunten Comicfiguren.

Wer es etwas ruhiger mag, wechselt von der Piste in die Loipe. In der Region rund um den Achensee stehen Langläufern über 200 km Loipen offen, wenn es die Schneelage erlaubt (aktuelle Informationen unter www. langlaufen.achensee.info). 

Für jeden etwas

Das "flächenmäßig größte zusammenhängende Skigebiet Deutschlands" liegt zwischen Bayerischzell und Oberaudorf. Das Sudelfeld bietet 21 Lifte, 31 Kilometer präparierte Abfahrten und ist vor allem für Familien und Anfänger bestens geeignet. So gibt es unter anderem ein Ski-Kinder-Erlebnisland mit Ski-Kindergarten (Unteres Sudelfeld).

Ungeübte Wintersportler sollten ihr Auto besser nicht am Parkplatz Rosengasse ­ Oberes Sudelfeld ­ abstellen: Die Talabfahrt hier ist rot bzw. schwarz. Der Parkplatz in Bayerischzell eignet sich für Anfänger besser, ebenso wie der am Unteren Sudelfeld. Allerdings muss dort ein kleiner Fußmarsch eingerechnet werden.

Die breiten Pisten unterhalb des Kleinen Traithen (1722 m) sind für Snowboarder ideal. Ein weiterer Vorteil: Es gibt nur weniger flache Ziehwege, sodass das Board nur selten abgeschnallt werden muss.

Derzeit sind die Liftanlagen allerdings unter der Woche "bis auf Weiteres geschlossen". Wenn sich die Schneelage bessert, gibt es ab 9. Januar den sogenannten "Ladies-Day", an dem Damen immer mittwochs zum Kindertarif auf die Piste dürfen. Dieses spezielle Angebot bietet auch das Skigebiet Spitzingsee als Alpen Plus Partner an.

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