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So wird aus Geld ein Vermögen

München - Seit dem jüngsten Einbruch des Deutschen Aktienindex Dax diskutieren Anlageexperten, ob nun der Zeitpunkt für den Einstieg an der Börse günstig sei. Doch für die meisten Anleger ist das gar nicht entscheidend. Für langfristigen Vermögensaufbau mit Investmentfonds sind andere Aspekte wichtiger.

Früher Beginn

Wer bereits in jungen Jahren regelmäßig spart, schafft sich quasi nebenbei ein Vermögen. Der Zinseszinseffekt beschleunigt das Kapitalwachstum Jahr für Jahr. Wer dagegen knausert und den Sparbeginn hinauszögert, der muss später mehr investieren. Beispiel: Ein Dreißigjähriger spart jeden Monat 100 Euro in einen Aktienfonds. Bei einer Rendite von acht Prozent wächst das Vermögen bis zum 60. Lebensjahr auf 141 830 Euro. Beginnt der Sparer erst mit 40, erreicht er nur ein Bruttoergebnis von 57 290 Euro. Um den Dreißigjährigen einzuholen, müsste er 250 Euro monatlich investieren.

Ausdauer

"Da Kapitalaufbau nicht von heute auf morgen geht, brauchen Anleger Durchhaltevermögen", erklärt Nils Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. "Wer hin und wieder den Sparplan aussetzt, schmälert nicht nur das Sparergebnis, sondern erwischt oft auch ungünstige Kaufzeitpunkte." Schließlich wisse man nie, wann Aktienkurse hoch oder tief sind. Große Zeiträume glätten vorübergehende Kursschwächen und stabilisieren die Durchschnittsrenditen.

Mut zur Aktie

"Langfristig beträgt der Renditevorsprung von Aktien gegenüber Bundesanleihen drei Prozent", so Nauhauser. "Bei diesem Renditevorsprung sollten selbst vorsichtige Sparer ihre Bedenken zurückstellen." Wichtig sei, rechtzeitig vor Spar-Ende Gewinne zu sichern und in schwankungsarme Fonds umzuschichten.

Kosten

Ein Erfolgsfaktor sind geringe Kosten. Indexfonds (ETF) berechnen im Durchschnitt 0,2 bis 0,3 Prozent pro Jahr. Aktiv gemanagte Aktienfonds kosten dagegen 1,3 bis zwei Prozent, mit entsprechend negativer Auswirkung auf die Rendite. Da drei Viertel der aktiv verwalteten Aktienfonds regelmäßig schlechter laufen als ihr Vergleichsindex, empfiehlt Nauhauser "auf kostengünstige Indexfonds zu setzen". Die Depotgebühren hält der Verbraucherschützer für nicht so entscheidend. Direktbanken verwalten Fondssparpläne ohnehin meist kostenlos.

Risikostreuung

"Anleger sollten unterschiedliche Regionen und Branchen kombinieren, damit sich die Fondserträge unabhängig voneinander entwickeln", rät Rüdiger Sälzle, Chef des Münchner Analyseinstituts Fondsconsult. Neben breit investierten, substanzstarken Aktienfonds sollten Renten- und Immobilienwerte das Depot stabilisieren. Die Depotzusammensetzung und eventuelle Wertverschiebungen sollten jährlich überprüft und das Depot auch mal neu justiert werden: "Hat ein Fonds stark an Wert zugelegt, ein anderer jedoch verloren, sind die Investitionssummen so zu verändern, dass sich die Fondsgewichte dem gewünschten Verhältnis wieder annähern", erläutert Sälzle. Mit strategischen Neuausrichtungen sollte man jedoch sparsam umgehen. Häufiges Umschichten der Fonds kostet Gebühren, und die knabbern an der Rendite.

Mehr Informationen

gibt es per Fax-Abruf unter 0900 /125 26 65 53 40 (6 Seiten, 1 Minute = 0,62 Euro) bis zum 15. August. Das Fax-Gerät auf "Polling" oder "Sendeabruf" stellen, Fax-Service-Nummer wählen und Starttaste drücken.

Kein Fax? Dann senden Sie einen mit 0,90 Euro frankierten Rückumschlag plus 1,45 Euro in Briefmarken unter dem Stichwort "Fondstipps" an: Versandservice, Lerchenstr. 8, 86938 Schondorf

 Wie das Depot im Urlaub gut versorgt ist

Langfristig orientierte Anleger müssen vorübergehende Kurseinbrüche an den Börsen nicht fürchten. Doch manchem wird es trotzdem mulmig, wenn er in den Urlaub fährt und das Wertpapier-Depot allein zu Hause bleibt. In diesen Fällen kann es helfen, sogenannte Stop-Loss-Orders zu setzen. Diese führen automatisch zum Verkauf eines Papiers, wenn der Kurs eine bestimmte Schwelle erreicht.

Beispiel: Die Aktie X steht bei einem Kurs von 10 Euro. Der Anleger setzt eine Stop-Loss-Order bei 8 Euro. Fällt der Kurs entsprechend, wird die Aktie ohne weiteres Zutun des Anlegers verkauft.

So lassen sich die Folgen massiver Kurseinbrüche eingrenzen, ohne dass am Urlaubsort das Börsengeschehen verfolgt werden muss. Der Haken: Kommt es zu einer kurzfristigen Abwärtsbewegung, der ein Anstieg des Kurses folgt, wird das Papier zum niedrigen Kurs verkauft, und der Anleger müsste später zum teuren Kurs einsteigen, wenn er die Aktie wieder haben möchte.

Deshalb sollten sich Sparer gut überlegen, wo sie ein solches Limit setzen. Dabei kommt es auf die persönliche Risikobereitschaft ebenso an wie auf die Schwankungsbreite der jeweiligen Aktie. Bei vielen Internetbanken ist eine solche Order kostenlos, es können aber auch Gebühren anfallen.

Merten Larisch, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Bayern, rät Anlegern dagegen zur Gelassenheit. "Es geht grundsätzlich darum, ob das Portfolio langfristig ausgerichtet ist. Dann kann man Schwächephasen aussitzen. Das ist besser als eine Stop-Loss-Order", sagt er.

mm

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