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Gas wird wahrscheinlich nochmals teurer

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- Berlin/Bonn - Verbrauchern in Deutschland drohen trotz heftiger Proteste erneute Preiserhöhungen für Gas. «Ich gehe davon aus, dass die Gaspreise im April noch einmal ansteigen werden.»

Das sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft, Uwe Steckert, der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung». Der Rückgang des Ölpreises, an den der Gaspreis gekoppelt ist, sei nicht stark und nachhaltig genug gewesen. Bei einem anhaltenden Trend zu günstigerem Öl wären zur Jahresmitte aber Preissenkungen möglich.

Angesichts von Boykott-Aufrufen gegen die teils mehrfachen Tarif- Anhebungen im vergangenen Jahr deutete der Verbandschef rechtliche Schritte an. «Es wird wohl Klagen gegen Kunden geben müssen, die ihre Rechnungen nicht bezahlen.» Bei den Aktionen handele es sich um einen «Boykott mit sittenwidriger Schädigungsabsicht». Dies könne Stadtwerke letztlich kaputt machen.

Steckert äußerte Verständnis, dass sich Bürger über höhere Ausgaben ärgern. Mit den Preiserhöhungen gebe die Branche jedoch höhere Einkaufspreise an die Kunden weiter. «Das Raffke-Image haben wir nicht verdient.»

Der Bund der Energieverbraucher in Rheinbreitbach bei Bonn kritisierte zwar die angekündigten Klagen als unfaire Einschüchterung. Zugleich hieß es aber, die Verbraucher hätten einen Anspruch darauf, dass die Gasversorger vor Gericht ihre Kalkulationsgrundlagen offen legten.

«Es steht Herrn Steckert frei, sich endlich von dem Odium (übler Beigeschmack) zu befreien, indem er seine Zahlen offen legt», sagte der Vorsitzende des Energieverbraucherbundes, Aribert Peters. Wenn Kunden die Erhöhungen nicht zahlten, so gehe es nicht um Rechtsbruch. «Sondern das sind einfach zwei Parteien, die unterschiedlicher Meinung sind. Und dann ist das im Gesetz festgelegte Verfahren, dass ein Gericht über Preiserhöhungen entscheidet», sagte Peters.

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