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Unter anderem das Album "Sing when you're winning" von Robbie Williams wurde von EMI produziert.

EMI wird zerschlagen: Musikverlag geht an Sony

New York - Die britische Plattenfirma EMI wird endgültig zerschlagen. Nachdem bereits Branchenprimus Universal Music das Tonträgergeschäft gekauft hatte, schnappt sich nun ein weiterer Konzern einen Teil vom Kuchen.

Eine Investorengruppe um den japanischen Unterhaltungselektronikkonzern Sony verleibte sich nun das zweite Standbein mit den Rechten an 1,3 Millionen Songs ein. Für den sogenannten Musikverlag blätterte Sony 2,2 Milliarden Dollar (1,6 Mrd Euro) hin.

"Zu EMI gehören einige der besten Künstler der Welt", sagte Martin Bandier, Chef von Sonys eigenem Musikverlag, am späten Freitag. Im Katalog finden sich Lieder vom frühen 20. Jahrhundert bis heute. Zu den bekanntesten Interpreten gehören Beyoncé, Norah Jones, Rihanna oder Usher.

Eigentlich hatte BMG Music Publishing, eine Gemeinschaftsfirma des Gütersloher Medienkonzerns Bertelsmann und des Finanzinvestors KKR, als aussichtsreichster Bieter gegolten. Doch am Ende legte Sony mehr Geld auf den Tisch.

Zuletzt gehörte EMI zur Citigroup. Die US-Großbank war an die Plattenfirma gelangt, als der Vorbesitzer seinen Kredit nicht mehr zahlen konnte. Das Wall-Street-Haus wollte sich jedoch zügig wieder trennen. Insgesamt nahm die Bank nun 4,1 Milliarden Dollar ein.

EMI ist die kleinste der vier großen, weltweit agierenden Plattenfirmen nach Marktführer Universal, Sony Music und Warner. Die Abwanderung des Musikgeschäfts ins Internet hatte dem Unternehmen schwer zugesetzt, zu allem Überfluss sprangen auch noch Stars wie Robbie Williams, die Rolling Stones und Paul McCartney ab. Der frühere Eigner, der Finanzinvestor Terra Firma von Guy Hands, musste EMI schließlich der Citigroup überlassen.

dpa

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