Wirte bangen um das Geschäft an Feiertagen

- Wiesbaden - Die deutschen Hotels und Pensionen haben im Winterhalbjahr 2002/2003 zwei Prozent weniger Kunden gehabt als im Vorjahreszeitraum. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wurden insgesamt 120,2 Millionen Gästeübernachtungen gezählt. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ist ganz entschieden gegen eine Reduzierung von Feiertagen.

<P>Gerade auf dem Lande profitierten Ausflugslokale von den Feiertagen. "Wenn dieses Geschäft wegbricht, sieht das Bild noch düsterer aus, als es jetzt schon ist", sagte der Dehoga-Vorsitzende Ernst Fischer.</P><P>Während die Übernachtungen inländischer Touristen um zwei Prozent auf 104,9 Millionen zurückgingen, hat sich die Zahl der Übernachtungen von ausländischen Reisenden mit 15,3 Millionen um knapp ein Prozent erhöht. Die Angaben umfassen sowohl Übernachtungen in Beherbergungsstätten mit neun oder mehr Betten als auch auf Campingplätzen. Die Ergebnisse in den einzelnen Bundesländern differierten deutlich. Die stärksten Veränderungen gab es dabei in Sachsen-Anhalt mit einem Minus von sechs Prozent und in Hamburg mit einem Plus von sieben Prozent.</P><P>Beliebte Urlaubsregionen schnitten im Winterhalbjahr sehr unterschiedlich ab. So erlitt Bayern ein Minus von zwei Prozent auf 26,9 Millionen Übernachtungen. Mecklenburg-Vorpommern erzielte dagegen einen Zuwachs von vier Prozent auf 5,5 Millionen. Im April stieg die Zahl der Übernachtungen in Deutschland um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf 25,8 Millionen. Davon entfielen 22,9 Millionen Übernachtungen auf inländische Touristen (plus 6 %) und 2,9 Millionen auf Reisende aus dem Ausland (minus 4 %). Bei diesen Zahlen ist zu berücksichtigen, dass die Osterfeiertage heuer im April lagen, während sie 2002 in den März fielen.</P>

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