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Daumen hoch! Die Mehrheit der Manager erwartet auch 2011 einen weiteren Aufschwung.

Wirtschaft blickt immer optimistischer in die Zukunft

Düsseldorf - Die Mehrheit der Manager erwartet auch 2011 einen weiteren Aufschwung. Zudem besagt eine Studie: Deutsche Firmen gehen gestärkt aus Krise hervor.

Die deutschen Topmanager blicken immer optimistischer in die Zukunft. Fast drei Viertel der Führungskräfte gaben bei einer am Montag veröffentlichten Befragung des “Handelsblatts“ und der Unternehmensberatung Droege & Comp. an, die Konjunktur habe sich “besser“ als zu Jahresbeginn von ihnen erwartet entwickelt. Und mehr als 80 Prozent rechen damit dass die Entwicklung genauso gut oder sogar noch besser weitergeht. Auch die Investitions- und Beschäftigungspläne der Unternehmen zeigten, dass der gegenwärtige Aufwärtstrend nach Überzeugung der Manager kein Strohfeuer sei, berichtete die Zeitung. So planen der Umfrage zufolge bereits 30 Prozent der befragten Manager wieder, die Investitionen zu erhöhen, nur 13 Prozent wollten noch einmal den Rotstift ansetzen.

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Auch die Beschäftigungspläne lassen hoffen. Inzwischen übertrifft die Zahl der Unternehmen, die neue Mitarbeiter einstellen wollen, wieder die derjenigen, die Stellen streichen wollen. Die deutschen Manager beurteilen die Wirtschaftslage der Umfrage zufolge damit deutlich positiver als ihre Kollegen in Großbritannien, Frankreich und Italien. Lediglich die Schweizer Führungskräfte waren ähnlich optimistisch. Insgesamt waren für den “Handelsblatt Business-Monitor“ knapp 1.200 europäische Manager aus Firmen mit mehr als 500 Beschäftigten befragt worden, darunter 389 deutsche Führungskräfte.

“Gewaltig an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen“

Der Deutschland-Chef der Unternehmensberatung McKinsey, Frank Mattern, betonte im Interview mit dem “Handelsblatt“: “Seit der Jahrtausendwende haben wir gewaltig an Wettbewerbsfähigkeit gewonnen.“ Dazu hätten die Lohnzurückhaltung der Tarifpartner und die Reformen der rot-grünen Koalition maßgeblich beigetragen. Außerdem sei es in der Krise gelungen, über tarifliche Instrumente und Kurzarbeit mehr als eine Millionen Jobs zu schützen. “Das haben Gewerkschaften, Arbeitgeber und Politik ziemlich gut gemacht“, meinte Mattern. Doch spiegelt sich die Erfolgssträhne der deutschen Wirtschaft nicht nur in den Antworten der Manager, sondern auch in den Bilanzen der Konzerne.

Nach einer ebenfalls vom “Handelsblatt“ zusammen mit der Beratungsfirma Oliver Wymann und dem Wirtschaftswissenschaftler Karlheinz Küting veröffentlichten Untersuchung der Bilanzen der 136 größten an der Börse notierten Industrie-, Handels- und Dienstleistungskonzerne geht die deutsche Wirtschaft sogar gestärkt aus dem Krisenjahr 2009 hervor. Trotz schwindender Umsätze und herber Gewinneinbrüche hätten viele Unternehmen ihre Eigenkapitalquote und ihren operativen Cashflow steigern können und stünden besser da, als zu Beginn des Horrorjahres. “Das ist eine kleine Sensation“, meinte Küting.

apn

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