Wirtschaft schreibt baldigen Aufschwung ab

- München - Die deutsche Wirtschaft hat einen baldigen Konjunkturaufschwung abgeschrieben. Der Ifo-Geschäftsklimaindex trübte sich im Mai zum vierten Mal in Folge und zugleich überraschend deutlich von 93,3 Punkten im Vormonat auf 92,9 Punkte ein. Das war der tiefste Stand seit August 2003. Viele Experten hatten mit einer Stagnation des Konjunkturbarometers gerechnet. "Eine konjunkturelle Verbesserung ist für die nächsten Monate leider nicht zu erwarten", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

<P class=MsoNormal>Der Ifo-Index gilt als der wichtigste Frühindikator der deutschen Wirtschaft. Das Institut ermittelt ihn aus einer Befragung von 7000 Unternehmen in Deutschland. Während sich die Geschäftserwartungen im Mai stabilisierten, zeigten sich die Firmen für ihre Zukunftsaussichten deutlich skeptischer. Entsprechend verbesserte sich der Lage-Index gegenüber dem April leicht von 93,1 auf 93,4 Punkte, dagegen ging der Index für die Erwartungen von 93,6 Punkten auf 92,3 Punkte zurück. "Im ersten Halbjahr sieht es für einen Aufschwung mau aus, und für das zweite Halbjahr muss man abwarten", sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Abberger. Das Bundeswirtschaftsministerium sieht die erwartete Konjunkturerholung dennoch nicht in Frage gestellt. "Deutschland bleibt auf Wachstumskurs, die Lage ist besser als die Stimmung", sagte Andrea Weinert, Sprecherin von Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD).</P><P class=MsoNormal>Abberger führte das Stimmungstief vor allem auf die wachsende Skepsis der Industrie für die Exportchancen zurück. In Nachbarländern gebe es bereits Anzeichen für eine Abschwächung. Positive Impulse von der Binnennachfrage seien zudem Fehlanzeige.</P>

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