Wirtschaft will bundesweites Kernabitur

München - Der Aktionsrat Bildung fordert eine zentrale Abitur-Prüfung an einem Tag. Bayern steht dem Vorschlag skeptisch gegenüber.

Die bayerische Wirtschaft macht sich für ein gemeinsames Kernabitur aller Bundesländer stark. Erforderlich sei eine zentrale Abiturprüfung an einem Tag in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch, heißt es in einem Gutachten des „Aktionsrat Bildung“, das heute offiziell vorgestellt wird. Der Aktionsrat wird von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft eingesetzt, deren Präsident Randolf Rodenstock schon mehrmals eine stärkere Angleichung der Schulsysteme in den Bundesländern gefordert hat. Der Vorstoß über ein Gutachten mit konkreten Handlungsempfehlungen ist neu. Das gemeinsame Kernabitur ist als „länderübergreifende Abiturkomponente“ definiert. Die Prüfungen sollen zu einem gewissen, in allen Ländern gleich hohen Prozentsatz in die Abiturnote einfließen. Machbar hält der Aktionsrat dies ab dem Abiturjahrgang 2018.

In Bayern stößt der Vorschlag auf Skepsis. Zwar drängt auch Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) auf ein vergleichbares Abitur. Statt einer gemeinsamen Prüfung an einem Tag, die organisatorisch sehr aufwändig wäre, zieht er jedoch einen „normierten Aufgabenpool“ vor. Die Vergleichbarkeit soll über einen Staatsvertrag der Bundesländer abgesichert werden.

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