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“Wohlstandsinseln“ Düsseldorf, Münster und Mülheim an der Ruhr.

Wirtschafts-Studie: Süden Top - Norden Flop

Köln - Das deutsche Nord-Süd-Gefälle bei der Wirtschaftskraft wird nach einem neuen Ranking immer stärker. In die Top Ten schafft es nur noch eine einzige Stadt aus dem Norden.

Wolfsburg hat es als einzige Stadt aus dem Norden auf Platz 5 geschafft. Alle anderen neun Städte liegen in Bayern oder Baden-Württemberg, angeführt von München, Erlangen und Ingolstadt.

Dynamik und Perspektive 

Die am Freitag veröffentlichte Studie wurde von der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft und der “Wirtschaftswoche“ in Auftrag gegeben. Erstmals wurden die 100 statt wie bisher die 50 einwohnerstärksten kreisfreien Städte berücksichtigt.

Der Vergleich gliedert sich in ein “Niveau-Ranking“, das den Ist-Zustand anzeigen soll, und ein “Dynamik-Ranking“ zur jüngsten Entwicklung der Städte. Bei früheren Untersuchungen mit etwas anderer Systematik schnitten einzelne Städte aus der Nordhälfte Deutschlands noch besser ab.

Wohlstandsinseln Düsseldorf, Münster und Mülheim an der Ruhr

Am dynamischsten entwickelt haben sich danach Stralsund, Bayreuth und Greifswald. Ganz unten auf Platz 100 steht Wuppertal. Das bevölkerungsstärkste Land Nordrhein-Westfalen gibt überhaupt eine schlechte Figur ab. Als “Wohlstandsinseln“ bezeichnen die Autoren Düsseldorf, Münster und Mülheim an der Ruhr. Das Ruhrgebiet schneidet mit Ausnahme von Mülheim katastrophal schlecht ab.

“Auf Schalke und anderswo im Revier kämpft man auch wirtschaftlich um den Verbleib in der 1. Liga“, sagte der Studienleiter Michael Bahrke. “Gelsenkirchen rangiert beim absoluten Niveau hinter Dessau- Roßlau, Frankfurt an der Oder und Leipzig auf Rang 97. Allerdings weisen die drei Ost-Städte eine deutlich bessere Dynamik vor als Gelsenkirchen.“ Es sei dem Revier bisher nicht gelungen, den Wegfall der Kohle- und Stahlindustrie durch neue Branchen auszugleichen.

Berlin kommt auf der Niveauliste auch erst weit hinten auf Platz 90. Die mittelfristige Perspektive der Hauptstadt wird jedoch positiv beurteilt, da dort viele neue Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen entstünden. Niveaustärkste Stadt in Ostdeutschland ist der Wissenschaftsstandort Jena mit Rang 46, nur drei Positionen hinter Köln.

dpa

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