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Eine Senkung der Mehrwertsteuer um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent würde den Verbrauchern mittelfristig eine Entlastung von 11 Milliarden Euro jährlich bringen, sagen Experten. Foto: Oliver Berg

International ein Signal

Wirtschaftsforscher für niedrigere Mehrwertsteuer

Berlin (dpa) - Eine Senkung der Mehrwertsteuer kann nach einer Analyse des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) Bezieher geringer Einkommen entlasten.

Sie sei ein "zielgenaues Instrument" für diesen Zweck, heißt es in einer Studie. Das Institut rechnete dafür verschiedene Szenerien mit reduzierten Mehrwertsteuersätzen durch.

So brächte die Senkung der Mehrwertsteuer um einen Prozentpunkt auf 18 Prozent den Verbrauchern mittelfristig eine Entlastung von 11 Milliarden Euro jährlich. Würde man den ermäßigten Steuersatz für Nahrungsmittel und öffentlichen Nahverkehr von derzeit sieben Prozent auf fünf Prozent herabsetzen, ergäben sich 3,8 Milliarden Euro Entlastung.

Nach Einschätzung des DIW würde der Wettbewerbsdruck die Unternehmen dazu zwingen, die Steuererleichterungen an die Endkunden weiterzugeben. Spätestens nach fünf Jahren führten niedrigere Mehrwertsteuersätze weitgehend auch zu niedrigeren Preisen, sagte DIW-Steuerexperte Stefan Bach.

DIW-Präsident Marcel Fratzscher hatte eine Mehrwertsteuer-Senkung bereits vorige Woche ins Gespräch gebracht. Sie wäre nach seinen Worten auch international ein Signal, weil sie den Konsum stärke, die Importe verbillige und damit den im Ausland kritisierten deutschen Handelsüberschuss abbaue.

DIW-Wochenbericht 31/2017 mit Studie zu Mehrwertsteuer

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