Wirtschaftsforscher: EZB soll den Dollar stützen

- Hamburg - Die Ökonomen Peter Bofinger und Hans-Werner Sinn fordern eine Intervention der Europäischen Zentralbank (EZB) gegen die aktuelle Dollarschwäche. Viele andere Notenbanken machten das bereits, um Nachteile für ihre Wirtschaft zu vermeiden, sagte Bofinger, der Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist, dem Nachrichtenmagazin "Spiegel". "Wenn wir nicht mitziehen, sind wir die Dummen."

<P class=MsoNormal>Der Präsident des Münchner Ifo Instituts für Wirtschaftsforschung, Sinn, plädierte ebenfalls für ein Eingreifen der EZB. Die internationalen Bewegungen des Finanzkapitals beeinflussten über die Wechselkurse das Wirtschaftsgeschehen "in einem kaum noch erträglichen Umfang", so Sinn. "Deshalb sollte die EZB intervenieren und den Wechselkurs glätten." Am Freitag stieg der Euro erstmals über 1,34 US-Dollar. Die USA wollen offenbar einen noch niedrigeren Dollarkurs tolerieren. Man werde frühestens bei einem Eurokurs von 1,45 Dollar an Stützungskäufe denken, berichtet die "Börsenzeitung" unter Berufung auf einen Mitarbeiter des US-Finanzministeriums.</P>

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