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Trotz einer kräftigen internationalen Konjunktur blieben die Stahlpreise weiter unter Druck. Foto: Roland Weihrauch

Wirtschaftsforscher warnen vor Preiskampf in der Stahlbranche

Trotz eines günstigen wirtschaftlichen Klimas bleiben die Stahlpreise weiter unter Druck. Hintergrund sind vor allem massive Überkapazitäten. Experten warnen nun vor einem gefährlichen Preiskampf.

Essen (dpa)- Der Stahlbranche droht angesichts weltweit hoher Überkapazitäten und sinkender Preise ein gefährlicher Preiskampf, warnt das Rheinisch-Westfälische Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI).

Trotz einer kräftigen internationalen Konjunktur blieben die Stahlpreise weiter unter Druck, heißt es in dem am Dienstag vorgelegten Stahlbericht des Instituts.

"Die Phase kräftiger Zuwächse in der weltweiten Stahlerzeugung scheint vorüber zu sein. Darauf muss die derzeit noch auf hohe Zuwächse ausgerichtete Industrie notgedrungen reagieren", so die Forscher. Mit einer Kapazitätsauslastung von derzeit 89 Prozent stehe die deutsche Branche noch vergleichsweise gut da. International sei bereits im Durchschnitt fast ein Drittel der Kapazitäten ungenutzt.

In Deutschland rechnet das RWI nach einem leichten Rückgang der Rohstahlerzeugung im laufenden Jahr um 0,6 Prozent für 2016 wieder mit einem Plus um 2,1 Prozent auf 43,6 Millionen Tonnen. Weltweit sei dagegen vor allem durch den Neubau von Stahlwerken in Asien auch künftig mit einem weiteren Ausbau der Kapazitäten zu rechnen, so dass der Druck durch Exporte weiter wachsen werde. Vor allem in China existierten immer noch beträchtliche Überkapazitäten.

Die Nachfrage werde dagegen nur noch langsam zunehmen. Auch in Deutschland werde der Aufschwung derzeit vor allem von den privaten Konsumausgaben getragen und sei daher wenig stahlintensiv.

RWI-Mitteilung

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