+
Nach der tiefen Konjunkturkrise lässt die Weltwirtschaft das Stimmungstief hinter sich. Das Bild zeigt einen Arbeiter in einem Lager der Jungheinrich AG.

Wirtschaftsklima wieder so gut wie vor der Krise

München - Diese ifo-Zahlen zum Wirtschaftsklima machen Mut: Nach der tiefen Konjunkturkrise lässt die Weltwirtschaft das Stimmungstief hinter sich.

Vor allem dank zunehmender Hoffnung auf eine Belebung erreichte der vom ifo Institut erhobene Indikator für das Weltwirtschaftsklima im Herbst mit 90,4 Punkten wieder einen Stand wie zuletzt Anfang 2008 und damit vor der Zuspitzung der Krise. “Getrieben wird die Erholung der Weltwirtschaft vor allem durch die dynamische Entwicklung in Brasilien sowie in Indien, China und anderen asiatischen Ländern“, erklärte ifo- Präsident Hans-Werner Sinn am Donnerstag laut Mitteilung in München.

Stimmung hellt sich vor allem in Asien auf

Zwischen Juli und September hatte der Weltwirtschaftsklima- Indikator noch bei 78,7 Punkten gelegen. Im Herbst schätzten die gut 1000 befragten Experten aus 88 Ländern vor allem die Aussichten für die kommenden sechs Monate günstiger ein. Der entsprechende Wert kletterte von 114,0 auf 126,3 Punkte. Aber auch die Urteile zur aktuellen Lage fielen nach dem tiefen Absturz wieder etwas besser aus, hier stieg der Wert von 42,0 auf 53,0 Punkte. Aus beiden Werten berechnen die Konjunkturforscher den Indikator für das Wirtschaftsklima, der sich zum dritten Mal in Folge verbesserte.

Besonders deutlich hellte sich die Stimmung in Asien auf. Hier überstieg das Wirtschaftsklima sogar seinen langfristigen Durchschnitt. Auch in Westeuropa und Nordamerika ging es merklich aufwärts. Für fast alle Regionen fielen die Zukunftserwartungen sehr optimistisch aus, mit Ausnahme einiger Länder in Mittel- und Osteuropa, erklärte das ifo Institut. Die aktuelle Situation dagegen wurde in den großen Wirtschaftsregionen zwar besser als im Vorquartal bewertet, doch blieben die Einschätzungen auf einem äußerst niedrigen Niveau.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen
Der neue US-Präsident stellt den Freihandel in Nordamerika in Frage und will Importe aus Mexiko mit Strafzöllen belegen. Das Nachbarland legt sich schon einmal seine …
Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen
Kältewelle verdeutlicht Frankreichs Atom-Abhängigkeit
Materialsorgen und Finanznöte: Frankreichs Atombranche erlebt schwere Zeiten. Die Atomaufsicht nennt die Lage "besorgniserregend". Und vor der Präsidentschaftswahl ist …
Kältewelle verdeutlicht Frankreichs Atom-Abhängigkeit
McDonald's schwächelt wieder im US-Heimatmarkt
Mit ganztägigem Frühstück und neuen Angeboten hatte es für kurze Zeit so ausgesehen, als ob McDonald's den kriselnden US-Heimatmarkt rasch zurückerobern könnte. Doch der …
McDonald's schwächelt wieder im US-Heimatmarkt
Samsung führt Note 7-Brände auf Batterie-Probleme zurück
Samsung hat sich viel Zeit genommen, um die Probleme bei seinem feuergefährdeten Vorzeige-Modell Galaxy Note 7 zu untersuchen. Der Smartphone-Marktführer will verlorenes …
Samsung führt Note 7-Brände auf Batterie-Probleme zurück

Kommentare