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Wirtschaftskriminalität: Jede zweite Firma in Bayern ist betroffen

Wirtschaftskriminelle schädigen jede zweite Firma

Nürnberg - Mehr als jedes zweite Unternehmen in Bayern soll laut eines Medienberichts 2009 von Wirtschaftskriminellen geschädigt worden sein. Und die Tendenz ist steigend.

Das berichtet die “Nürnberger Nachrichten“ (Freitag) unter Berufung auf eine Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. Damit würden nicht nur immer mehr Betriebe Opfer von Betrug, Unterschlagung, Korruption, Spionage oder auch Diebstahl vertraulicher Daten. Auch das Ausmaß der dadurch entstandenen Schäden sei in den vergangenen fünf Jahren im Freistaat weitaus drastischer gestiegen als im bundesweiten Vergleich.

Vereinzelt verloren bayerische Betriebe durch Wirtschaftsdelikte bis zu 100 Millionen Euro und mehr. Der Schnitt bei den untersuchten Großunternehmen im Freistaat lag bei zehn Millionen Euro ­ das ist fast doppelt so viel wie im Bundesdurchschnitt. Wegen der Nachwirkungen der Wirtschaftskrise und des steigenden Wettbewerbsdrucks wachse die Bedrohung weiter, fürchten die Experten. Die meisten Wirtschaftskriminellen säßen oft seit Jahren im eigenen Unternehmen ­ und dort vor allem im mittleren und oberen Management.

dpa

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