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In Bayern muss laut Arbeitsministerium im Jahr 2009 mit einem Anstieg der Arbeitslosenzahl gerechnet werden.

Wirtschaftskrise schlägt auf Arbeitsmarkt durch

Nürnberg - Die Auftragsflaute bei vielen bayerischen Unternehmen schlägt nun auch auf den bayerischen Arbeitsmarkt durch. Für Januar werde vermutlich ein kräftiger Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen sein, hieß es im Münchner Arbeitsministerium.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise werde Spuren hinterlassen. Hinzu kommt nach Angaben eines Experten der übliche saisonale Anstieg im Winter, zumal zu Jahresbeginn starker Frost herrschte.

Auf die zu erwartende Höhe wollte sich der Experte nicht festlegen, allerdings lägen die Zahlen vermutlich unter denen vom Januar 2008. Damals waren 348 000 Menschen im Freistaat auf Jobsuche, gut 85 000 mehr als im Dezember 2008. Ein solcher Anstieg würde die Wende auf dem Arbeitsmarkt rasant beschleunigen. Es muss aber nicht so schlimm kommen: Volkswirtschaftler mehrerer Großbanken erwarten - rechnet man ihre bundesweiten Schätzungen auf Bayern herunter - im Januar etwa 310 000 bis 320 000 Arbeitslose im Freistaat. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen für Januar gibt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag (29. Januar) in Nürnberg bekannt.

Nach einem dreijährigen Job-Boom waren im Dezember 2008 knapp 263 000 Menschen zwischen Aschaffenburg und Berchtesgaden ohne Job. In voller Härte schlägt die Rezession derzeit noch nicht auf die Zahlen durch. In vielen Firmen werde das noch durch Kurzarbeit und Arbeitszeitkonten ausgeglichen, erläuterte der Experte des Arbeitsministeriums. Das Ziel sei, dass Bayern nicht vor einem gigantischen Fachkräftemangel stehe, wenn es wieder aufwärts geht.

dpa

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