Wirtschaftsminister Glos fordert TÜV für Spielzeug aus China

Berlin - Angesichts immer neuer Rückrufaktionen von gesundheitsgefährdendem Spielzeug aus China hat Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) die EU-Kommission aufgefordert, ihr Konzept für eine neue europäische Spielzeugrichtlinie zu verschärfen.

In einem Brief an EU-Vizepräsident Günter Verheugen schlägt Glos vor, für importierte Spielwaren eine "obligatorische Überprüfung" einzurichten. Dergleichen könne eine unabhängige Prüfungsinstanz, zum Beispiel der TÜV, übernehmen.

Die Untersuchungsstelle soll mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet werden. So sei zu überlegen, "ob künftig nicht besser eine Qualitätskontrolle in der internen Fertigung erforderlich" sei, schlug Glos vor. Das hieße dem Magazin zufolge, dass die TÜV-Prüfer Einsicht in die Unterlagen der ausländischen Hersteller bekommen und dazu auch die Produktionsstätten vor Ort, etwa in China, inspizieren sollen. Erst dann sollten Produkte für den Export in die EU freigegeben werden.

Glos plädiert auch dafür, dass neben dem neuen, künftig europaweit gültigen Prüfzertifikat nationale Verbraucherschutzzeichen wie das deutsche GS-Zeichen ("Geprüfte Sicherheit") bestehen bleiben. "Sie bieten den Verbrauchern/Anwendern oft zusätzlichen Nutzen und ergänzen die europäischen Maßnahmen", heißt es in dem Schreiben.

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