Wirtschaftsminister Zeil will bayerische Exporteure stützen

München - Angesichts der globalen Finanzmarktkrise will Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil (FDP) kleine und mittelständische Unternehmen bei der Erschließung neuer Exportmärkte unterstützen.

Dafür sei ein Maßnahmenpaket mit fünf Schwerpunkten geplant, teilte Zeils Ministerium am Sonntag in München mit. Die drohende weltweite Rezession treffe auch die überdurchschnittlich exportorientierte Wirtschaft Bayerns, sagte Zeil laut Mitteilung.

Deshalb sollen Initiativen für Exporteinsteiger ausgebaut werden und in die Internationalisierung von Dienstleistungsunternehmen investiert werden. Zudem werde das Netz der bayerischen Auslandsrepräsentanzen gestärkt, sagte Zeil. Das Wirtschaftsministerium werde sich auch für die Stärkung des Messebeteiligungsprogramms und die Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Exportwirtschaft einsetzen.

Im ersten Halbjahr 2008 sind die bayerischen Exporte nach Angaben des Ministeriums gegenüber dem Vorjahreszeitraum noch um 5,5 Prozent auf mehr als 80 Milliarden Euro gestiegen. Für das zweite Halbjahr gibt es jedoch noch keine Prognose. Die Staatsregierung sieht mit großer Sorge, dass die Finanzmarktkrise zunehmend auf die reale Wirtschaft durchschlägt. Der Einbruch der internationalen Nachfrage trifft die bayerische Wirtschaft hart.

Die Exportquote der bayerischen Industrie lag im ersten Halbjahr 2008 bei fast 50 Prozent. Die Exportquote des Mittelstandes im verarbeitenden Gewerbe hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt und liegt inzwischen bei fast 30 Prozent.

dpa/lby

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