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Vor den Millionen-Risiken beim Kauf der Hypo AlpeAdria waren die Manager der BayernLB ausreichend gewarnt. Dies hat ein Wirtschaftspüfer vor dem Untersuchungsausschuss in München ausgesagt.

Experte sagt aus: BayernLB wurde vor Risiken gewarnt

München - Die BayernLB war nach Angaben eines Wirtschaftsprüfers beim verhängnisvollen Kauf der österreichischen Bank Hypo Alpe Adria (HGAA) vor den hohen Risiken gewarnt.

Die Gesellschaft Ernst & Young wies demnach im Frühsommer 2007 auf einen Wertberichtigungsbedarf von 150 Millionen Euro hin und empfahl, sich im Kaufvertrag gegen die vermuteten noch höheren Risiken abzusichern.

Dies berichtete der Wirtschaftsprüfer Florian Wirsching am Donnerstag im Untersuchungsausschuss des Landtags in München. Die Entscheidung, ob das ein “deal breaker“ gegen den Kauf gewesen sei, habe aber nicht Ernst & Young treffen müssen. “Das war Sache des Vorstands.“

Der Wirtschaftsprüfer Wirsching bestätigte damit Angaben früherer Zeugen. Das Geschäft brachte der BayernLB 3,7 Milliarden Euro Verlust ein.

Im Laufe des Tages sollten noch zwei Schlüsselfiguren der Affäre vor dem Ausschuss aussagen: der frühere Sparkassenpräsident Siegfried Naser und der Investor Thilo Berlin, der mit dem HGAA-Deal nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft auf womöglich kriminelle Weise viele Millionen verdient haben soll. Deswegen wird Berlin vermutlich die Aussage verweigern, um sich nicht selbst zu belasten. Naser hatte am Dienstag zunächst ebenfalls die Aussage verweigert, sich aber nach Androhung von Beugehaft doch zum Reden entschlossen.

dpa

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