Wirtschaftsprüfer muss eine Million Schadenersatz zahlen

Eine große Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist am Freitag vom Landgericht München I wegen eines Falsch-Attestates zur Zahlung von einer Million Euro Schadenersatz verurteilt worden. Die Prüfer hätten beim Jahresabschluss einer GmbH in erheblichem Maße gegen ihre Pflichten verstoßen, begründete die 14. Handelskammer ihre Entscheidung.

Das Gericht gab damit der Klage des Insolvenzverwalters der GmbH statt. Diese hatte wenige Monate nach der Prüfung Insolvenz angemeldet. Bei einer gewissenhaften Prüfung wäre die Insolvenzreife Monate früher erkannt worden, befand das Gericht (Az.: 14 O 8038/06).

Die Prüfungsgesellschaft hatte der im Patentwesen tätigen GmbH für den Jahresabschluss einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt und prognostiziert, dass sich das Unternehmen auch im folgenden Jahr positiv entwickeln werde, teilte das Gericht mit. Nachdem sich dies als falsch erwiesen hatte, klagte der Insolvenzverwalter unter anderem mit der Begründung, die Firma hätte bei ordnungsgemäßer Prüfung des Jahresabschlusses keine weiteren Verbindlichkeiten in Millionenhöhe angehäuft.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. 

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

VW glaubt an Elektro-Durchbruch in den USA -
Die USA sind eher ein Land der Spritschlucker und dicken Geländewagen - bisher. VW setzt aber darauf, dass sich die Kunden mehr in Richtung E-Auto orientieren. Die …
VW glaubt an Elektro-Durchbruch in den USA -
Schwächelnder Euro hievt Dax wieder ins Plus
Frankfurt/Main (dpa) - Kursverluste des Euro haben den Dax am Dienstag wieder gestützt. Der deutsche Leitindex rückte um 0,35 Prozent auf 13 246,33 Punkte vor und machte …
Schwächelnder Euro hievt Dax wieder ins Plus
Furcht vor Regulierung: Bitcoin-Kurs bricht ein
Mitte Dezember steigt die Kryptowährung nach einem rasanten Höhenflug zeitweise bis auf die Marke von 20.000 Dollar - seither verliert sie deutlich an Wert. Denn es gibt …
Furcht vor Regulierung: Bitcoin-Kurs bricht ein
Streikbereite IG Metall schlägt Arbeitszeitkonten vor
Die IG Metall gibt sich streikbereit. Mit vollen Kassen könne man jeden Streik in der Metall- und Elektroindustrie durchhalten. Doch Gewerkschaftschef Jörg Hofmann …
Streikbereite IG Metall schlägt Arbeitszeitkonten vor

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion