Wirtschaftswachstum gewinnt weiter an Tempo

Berlin - Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird nach den Erwartungen des Forschungsinstituts DIW sein Tempo halten und zu einem weiteren deutlichen Absinken der Arbeitslosigkeit führen. Für 2007 rechnen die Konjunktur-Forscher mit 2,6 Prozent Wachstum, für 2008 mit 2,5 Prozent.

Das teilte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin mit. Bislang hatte das Institut für beide Jahre ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert. "Der Aufschwung in Deutschland ist signifikant und stabil", sagte DIW-Präsident Klaus Zimmermann. Die Arbeitslosenquote werde nach 10,6 Prozent im vergangenen Jahr auf durchschnittlich 8,8 Prozent in diesem und 7,9 Prozent im nächsten Jahr sinken, prognostizierte das Institut.

"Man kann aber nicht davon ausgehen, dass die konjunkturelle Erholung am Arbeitsmarkt über 2008 hinausgeht", sagte DIW-Konjunkturforscher Stefan Kooths. Zugleich warnte er die Gewerkschaften vor überzogenen Lohnforderungen. Ein durchschnittlicher Einkommensanstieg von deutlich über 1,5 Prozent in diesem und 2,8 Prozent im nächsten Jahr könnte das Wirtschaftswachstum bremsen und so Arbeitsplätze kosten.

Einen ausgeglichenen Staatshaushalt halten die Konjunkturforscher durch die sprudelnde Steuereinnahmen spätestens im kommenden Jahr für möglich. Das sei allerdings weniger das Verdienst der schwarz-roten Haushaltspolitik, sondern vor allem eine Folge der guten Konjunktur. "Die Bundesregierung ist da in einer glücklichen Lage", sagte DIW- Chef Zimmermann. Generell sei die Bundesregierung zu zögerlich vorgegangen.

Die wichtigste Stütze für den Aufschwung seien derzeit Neuanschaffungen von Unternehmen, die nach dem Investitionsstau der vergangenen Jahre wieder mehr Geld für Maschinen und andere Ausrüstungsgegenstände ausgäben. Im kommenden Jahr sollen laut Prognose die privaten Haushalte zum Wachstumsmotor für die Wirtschaft werden. "Die steigende Zahl der Erwerbstätigen und die höheren Löhne machen es für die Haushalte möglich, wieder etwas ausgabefreudiger zu sein", sagte Kooths. Auch der deutsche Export werde eine Stütze für die Wirtschaft bleiben und sich sogar noch besser entwickeln als die boomende Weltwirtschaft. In die offizielle Konjunkturprognose der Bundesregierung fließt die Ansicht der Berliner Wirtschaftsforscher aber nicht mehr ein. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte das DIW Anfang Juli aus dem Kreis der wichtigsten Konjunkturgutachter herausgenommen.

Berlin (dpa) - Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird nach Angaben des Forschungsinstituts DIW weiter an Tempo gewinnen. In diesem Jahr rechnen die Konjunkturforscher mit 2,6 Prozent Wachstum, im kommenden Jahr mit 2,5 Prozent, teilte das Institut am Dienstag in Berlin mit.

Bislang hatte das DIW für beide Jahre ein Wachstum von 2,4 Prozent prognostiziert. Auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt werde sich spürbar entspannen. In diesem Jahr sinkt die Arbeitslosenquote der Prognose zufolge auf durchschnittlich 8,8 Prozent, im kommenden Jahr soll sie nur noch 7,9 Prozent betragen.

Die wichtigste Stütze für den Aufschwung seien derzeit Neuanschaffungen von Unternehmen, die nach dem Investitionsstau der vergangenen Jahre wieder mehr Geld für Maschinen und andere Ausrüstungsgegenstände ausgäben. Im kommenden Jahr werde die Nachfrage der privaten Haushalte so stark anziehen, dass sie zum Motor für die deutsche Wirtschaft werde, heißt es in der Prognose.

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