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Peter Bofinger (rechts) vom Rat der Wirtschaftsweisen empfiehlt eine bundesweite Lohnerhöhung von gut drei Prozent.

Drei Prozent mehr für alle

Wirtschaftsweiser empfehlt deutliche Lohnerhöhung

Berlin - Vor Beginn der großen Tarifrunden für bundesweit knapp zwölf Millionen Arbeitnehmer hat sich der Wirtschaftsweise Peter Bofinger für deutliche Gehaltszuwächse in Deutschland ausgesprochen.

"Die Löhne sollten im Durchschnitt um gut drei Prozent steigen", sagte das Mitglied des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung der "Berliner Zeitung" (Dienstagsausgabe).

Eine solche Lohnerhöhung würde dazu beitragen, dass sich der derzeit sehr geringe Preisanstieg dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp zwei Prozent annähert, sagte Bofinger. Dies würde die gesamte Eurozone stabilisieren, und die Notenbank könnte ihre extreme Niedrigzinspolitik beenden.

Der Vorstand der IG Metall will am Dienstag erklären, welche Lohnforderung er für die Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie empfiehlt. Mitte Februar beschließen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes ihre Tarifforderung für die Beschäftigten beim Bund und den Gemeinden. Insgesamt werden in diesem Jahr Tarifverträge für bundesweit knapp zwölf Millionen Arbeitnehmer neu ausgehandelt.

AFP

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