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Lieferengpässe: Wirtschaftsweise senken Konjunkturprognose für 2021 erneut

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Blick auf das Gelände vom DUSS (Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene - Straße) - Umschlagterminal Frankfurt/Main-Ost.
Lieferengpässe und Materialknappheit machen der deutschen Wirtschaft zu schaffen. © Christoph Schmidt/picture alliance/dpa

Die Wirtschaftsweisen sehen mit Konjunktur mit wachsender Vorsicht und haben ihre Prognose für 2021 erneut gesenkt. Vor allem die Lieferengpässe bremsen den Aufschwung.

Berlin - Die „Wirtschaftsweisen“ erwarten für dieses Jahr ein schwächeres Wirtschaftswachstum in Deutschland. Mit einem starken Aufschwung nach dem coronabedingten Einbruch der Wirtschaftsleistung 2020 wird erst im kommenden Jahr gerechnet.

Das geht aus dem Jahresgutachten hervor, das der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung am Mittwoch an die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) übergeben hat.

Lieferengpässe bremsen deutsches Wirtschaftswachstum

Für das laufende Jahr erwarten die Ökonomen einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 2,7 Prozent. Im März hatten die Ökonomen noch mit einem Plus von 3,1 Prozent gerechnet.

Zwar habe sich die Erholung der deutschen Wirtschaft im Sommer fortgesetzt. Allerdings werde sie durch Lieferengpässe gedämpft, hieß es. Wenn sich im nächsten Jahr die private Nachfrage nach Dienstleistungen und die Industrieproduktion normalisieren, dürfte das Wirtschaftswachstum weiter anziehen. Für 2022 rechnen die „Wirtschaftsweisen“ mit einem Wachstum von 4,6 Prozent.

Uneinigkeit herrscht bei den Themen Klimaschutz und Digitalisierung

Allerdings gebe es bedeutsame Risiken für die Entwicklung der Konjunktur. Dazu gehörten länger andauernde Lieferengpässe sowie ein erneut stark aufflammendes Pandemiegeschehen im Winter, wie aus dem Gutachten hervorgeht.

Unterschiedliche Meinungen gibt es unter den derzeit nur vier Mitgliedern des eigentlich fünfköpfigen Sachverständigenrats darüber, wie Investitionen etwa in Klimaschutz oder Digitalisierung mobilisiert werden sollten. Uneinigkeit herrscht auch darüber, ob dazu rechtlich selbstständige Extrahaushalte genutzt werden können bei öffentlichen Unternehmen oder Gesellschaften wie der Deutschen Bahn oder der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Das ist ein Absatz, der auch in den laufenden Koalitionsverhandlungen von SPD, Grünen und FDP diskutiert wird. (dpa)

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