Bundesregierung verbietet Auftritt von Erdogan in Deutschland

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Vor allem zahlreiche Krankenhäuser auf dem Land werden in den nächsten Jahr selber zum Notfall: Vielen Häusern droht die Schließung, so ein Experte.

Studie: 200 Kliniken droht das Aus

Berlin - In Deutschland stehen nach Einschätzung des Wirtschaftsweisen Christoph Schmidt 200 Krankenhäuser vor der Schließung. Besonders im ländlichen Raum im Norden und Süden werde es zu Schließungen kommen.

Von den etwa 2000 Kliniken drohe jeder zehnten das Aus. Besonders betroffen seien Krankenhäuser auf dem Land.

“Wir rechnen damit, dass ungefähr so zehn Prozent in den nächsten Jahren unter Druck kommen“, sagte der Präsident des Rheinisch- Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) am Donnerstag dem ZDF-“Morgenmagazin“. Bis zum Jahr 2020 könnten es bereits 22 Prozent sein, berichtet der Sender unter Berufung auf den aktuellen “Krankenhaus Rating Report“. Der Politik rät der Experte zu einer Art Abwrackprämie für marode Krankenhäuser.

Besonders gefährdet seien Krankenhäuser im ländlichen Raum - überwiegend im Norden und Süden Deutschlands, hieß es. Akut treffe es Kliniken in Ostfriesland und dem Bayerischen Wald, zitiert das ZDF den RWI-Experten. Dort seien über 40 Prozent der Krankenhäuser von einer Schließung bedroht. Steigende Kosten im Gesundheitswesen wie auch der demografische Wandel seien der Grund dafür, dass viele Krankenhäuser schlecht dastünden. In Ostdeutschland sei die “Krankenhausstruktur wirtschaftlich gesünder“.

Die Autoren der Studie fordern nach Angaben des ZDF eine streng nach dem Bedarf ausgerichtete Krankenhausstruktur. Würden etwa zehn Prozent der Krankenhäuser vom Markt verschwinden, wäre dies ein Vorteil für die verbleibenden Krankenhäuser und für die Patienten und Beitragszahler. “Die kommunale Politik hält noch zu häufig die Hand schützend über defizitäre Krankenhäuser“, kritisierte Schmidt.

Auf die Frage, ob er eine Abwrackprämie für Krankenhäuser fordere, sagte er: “Das wäre eine sehr provokante Formulierung, aber in die Richtung geht es.“ Es sei besser, jetzt Geld in die Hand zu nehmen, um bessere Krankenhaus-Strukturen zu schaffen durch Zusammenlegung und durch Schließung von Kliniken, als etwas aufrechtzuerhalten, was nicht mehr funktioniere.

dpa 

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