WM-Showdown am Samstag

Wegen des Deutschland-Spiels gegen Schweden: Edeka- und Rewe-Filialen schließen früher

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Für die DFB-Elf geht es am Samstag schon um alles. Gut ist das immerhin für die TV-Einschaltquoten - und die Spannung. Auch mehrere Supermarkt-Filialen reagieren.

Köln/Essen - Damit hatte vor einer Woche noch keiner gerechnet: Im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Schweden geht es für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Samstag schon um alles. Sogar ein frühzeitiges Ausscheiden ist möglich - Schuld ist die bittere Niederlage gegen Mexiko zum Auftakt.

Klar, dass das Interesse nun besonders groß ist. So groß offenbar, dass einige Supermärkte in Deutschlands Westen zu ungewöhnlichen Maßnahmen greifen. Wie die Bild-Zeitung online berichtet, wollen mehrere Filialen von Rewe und Edeka am Samstag vorzeitig die Pforten schließen - um auch ihren Mitarbeitern den Fußballabend vor dem heimischen Fernseher zu ermöglichen.

Aktuell: Rückruf mehrerer Produkte - Bei Verzehr drohen Gesundheitsgefahren

„Damit wir alle zusammen die Daumen drücken können“

So postete ein Twitter-User etwa einen Aushang eines Edeka im Kölner Stadtteil Sülz. „Liebe Kunden, am Samstag schließen wir unseren Laden schon um 20 Uhr. Damit wir alle zusammen unserer deutschen Mannschaft die Daumen drücken können“, ist darauf zu lesen.

Ebenso wollen es dem Bericht zufolge fünf Rewe-Märkte in Nordrhein-Westfalen halten. „Auf Wunsch unserer Mitarbeiter“ schließe man bereits um 19.30 Uhr, hieß es bei vier Läden in Essen. Ein vorgezogener Ladenschluss sei auch bei Rewe in Duisburg-Hüttenheim geplant. Die dortige Filiale hatte die Aktion bereits am Mittwoch auf Facebook angekündigt.

Viel Zuspruch - und ein wenig Sarkasmus

Zumindest in letzterem Falle gaben sich die meisten Kunden verständnisvoll und demonstrierten Solidarität mit den Supermarkt-Angestellten. „Sehr geil“, „Find ich bombastisch“, „Super Aktion“ lauteten einige der Kommentare unter dem Posting. Ein wenig sportlicher Sarkasmus mischte sich aber auch in das Feedback. „Die armen Mitarbeiter wollen sich das echt antun“, spottete ein User.

In anderen Bundesländern gibt es gar nicht erst Bedarf nach einem extra-frühen Ladenschluss. In Bayern etwa muss das Gros der Märkte ohnehin um 20 Uhr schließen - rechtzeitig, um allen Angestellten das WM-Public-Viewing schlimmstenfalls mit ein paar Minuten Verzögerung zu ermöglichen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Supermärkte zum Wohle ihrer Mitarbeiter auf ein paar Stunden Ladenöffnung verzichten. Auch als 2017 der Heilige Abend auf einen Sonntag fiel, verzichteten mehrere Ketten auf eine rechtlich mögliche Öffnung ihrer Filialen.

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fn

Rubriklistenbild: © dpa / Oliver Berg

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