DGB und SPD fordern gleichen Lohn für Frauen

Berlin - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die SPD machen gegen die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern mobil.

“Wir wollen nicht Jahr für Jahr die Entgeltlücke analysieren“, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock am Mittwoch in Berlin. “Es ist Zeit, dass Betriebe und Gesetzgeber sie endlich schließen.“ Statistikern zufolge verdienen Frauen im Durchschnitt rund ein Viertel weniger als Männer.

Während die Gewerkschaft deshalb für Freitag zu einer Protestkundgebung in Berlin aufruft, plant die SPD-Bundestagsfraktion ein neues Gesetz, das notfalls auch auf Bußgelder setzt. “Unsere Geduld ist am Ende“, betonten die beiden SPD-Abgeordneten Caren Marcks und Christel Humme. Nach den Vorstellungen der beiden Sozialdemokratinnen sollen Unternehmen regelmäßig Entgeltberichte vorlegen, die dann von offizieller Stelle überprüft werden. Werde dabei eine Diskriminierung festgestellt, könne gegen die Firma ein Bußgeld verhängt werden.

Hintergrund der Aktionen ist der “Equal Pay Day“ an diesem Freitag. Dieser Tag markiert das Datum, bis zu dem Frauen über den Jahreswechsel hinaus weiterarbeiten müssten, um rechnerisch auf das durchschnittliche Jahresgehalt eines Mannes zu kommen. In diesem Jahr fällt dieser Tag auf den 23. März.

dpa

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