USA wollen Robert Zoellick als Weltbankchef

Washington: - Washington - Als neuen Präsidenten der Weltbank hat US-Präsident George W. Bush den Ex-Vizeaußenminister und US- Handelbeauftragten Robert Zoellick nominiert.

Zoellick sei ein überzeugter Internationalist und für das Amt gut vorbereitet, sagte Bush in Washington. Er habe das Vertrauen aller politischen Führer der Welt.

Zoellick muss danach vom 24-köpfigen Exekutivrat der Weltbank bestätigt werden. Der 53-Jährige soll die Nachfolge von Paul Wolfowitz antreten, der vor knapp zwei Wochen im Zuge einer Günstlingsaffäre seinen Rücktritt zum 30. Juni angekündigt hatte.

Wolfowitz hatte sich bei seinem Amtsantritt nicht nur um die Versetzung seiner bei der Weltbank beschäftigten Lebensgefährtin gekümmert, sondern auch eine großzügige Gehaltserhöhung um 36 Prozent auf 180.000 US-Dollar (133.000 Euro) und eine garantierte Aufstockung von acht Prozent pro Jahr durchgesetzt.

Zoellick war von 2001 bis Ende 2004 US-Handelsbeauftragter und maßgeblich an der Aufnahme Chinas in die Welthandelsorganisation beteiligt. Im Januar 2005 wurde er von Bush als Vize-Außenminister nominiert. Zoellick trat dann am 7. Juli vergangenen Jahres von seinem Amt zurück und wechselte zur Investmentbank Goldman Sachs.

Zoellick hat sich nach Einschätzung der "Washington Post" das Vertrauen und den Respekt von vielen Regierungen in der Welt erworben. Anders als Zoellick gehörte Vorgänger Paul Wolfowitz als ehemaliger Vize-Verteidigungsminister zu den Architekten des Irak-Krieges. Darüber hinaus muss Zoellick das Klima innerhalb des internationalen Kreditinstitutes verbessern. Wolfowitz wurde von vielen Mitarbeitern wegen seines autoritären Führungsstils kritisiert.

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