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Von nun unter dem Dach der Tengelmann-Gruppe: die Billig-Kaufhäuser von Woolworth.

Woolworth gehört jetzt zur Tengelmann-Gruppe

Unna - Neuanfang bei Woolworth: Die Billigkaufhauskette gehört seit Donnerstag zur Tengelmann-Gruppe. In den verbliebenen Woolworth-Filialen wurde das Sortiment reduziert.

Die neue Zentrale sitzt in Unna. Die frühere Zentrale in Frankfurt/Main wurde geschlossen. Neuer Besitzer ist die zur Tengelmann-Gruppe zählende HH Holding. Daran sind Tengelmann-Eigentümer Karl-Erivan Haub und Kik-Gründer und Geschäftsführer Stefan Heinig beteiligt.

Seit der im April 2009 eingeleiteten Insolvenz waren 150 meist kleinere Filialen geschlossen und zum Teil an andere Einzelhändler verkauft worden. In den übrigen 162 Geschäften wurde ein neues Konzept mit einem kleineren Sortiment umgesetzt.

“Aktuell betreibt Woolworth in Deutschland rund 150 Filialen mit 4300 Mitarbeitern“, teilte Woolworth mit. Das Bundeskartellamt hatte die Übernahme von allen 162 Filialen genehmigt. Mit den Vermietern der übrigen 12 Filialen würden noch Verhandlungen geführt, sagte ein Sprecher.

Vorsitzender der Woolworth-Geschäftsführung ist Dieter Schindel (46). Er kommt von Kik und hatte dort Vertrieb, Marketing und Expansion verantwortet. “Woolworth ist eine starke Marke mit langer Tradition und guten Zukunftsperspektiven. (...) Das Kaufhaus lebt - wenn man es richtig macht“, sagt er laut der Mitteilung.

Das Unternehmen bekräftigte seine Ankündigung, Woolworth auszubauen. “Langfristiges Ziel ist die Verdichtung des Filialnetzes auf 500 Kaufhäuser in Deutschland“, hieß es in der Mitteilung. Einzelheiten zur Strategie will das Unternehmen im Oktober vorstellen.

dpa

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