Im Wortlaut: Die Stellungnahme der Telekom

Hamburg - Unter der Überschrift "Vorwürfe gegen Deutsche Telekom - René Obermann kündigt lückenlose Aufklärung an" informiert die Telekom auf ihrer Webseite über die Affäre.

Die Stellungnahme im Wortlaut:

"Bei der Deutschen Telekom ist es nach derzeitigen Erkenntnissen in 2005 und nach aktuellen Behauptungen auch in 2006 zu Fällen von missbräuchlicher Nutzung von Verbindungsdaten gekommen. Die dem Unternehmen zur Kenntnis gebrachten Vorwürfe betreffen keine rechtswidrige Nutzung von Gesprächsinhalten ? also kein Abhören von Gesprächen. Bei Verbindungsdaten handelt es sich um Angaben zu Uhrzeit, Länge und Teilnehmern von Gesprächen.

"Ich bin über die Vorwürfe zutiefst erschüttert. Wir nehmen den Vorgang sehr ernst. Wir haben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet und werden sie bei ihren Bemühungen um eine lückenlose Aufklärung unterstützen", sagt René Obermann. Zusätzlich wurde eine angesehene Kölner Anwaltskanzlei auf Wunsch des Vorstands und des Aufsichtsrats mit einer unabhängigen und rückhaltlosen Untersuchung der Vorfälle beauftragt.

Um eine rasche auch strafrechtliche Klärung zu ermöglichen, hat der Vorstandvorsitzende der Deutschen Telekom, René Obermann, angeordnet, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Bereits am 14. Mai hat das Unternehmen Anzeige erstattet. Der Vorsitzende und der Präsidialausschuss des Aufsichtsrates haben diesen Schritt ausdrücklich befürwortet.

Im Sommer 2007 war das Unternehmen aufgrund interner Hinweise bereits einem Einzelfall nachgegangen und konnte diesen Vorfall aufklären. Die in dieser internen Ermittlung gefundenen Erkenntnisse haben in 2007 zu weitreichenden personellen und organisatorischen Veränderungen in der Konzernabteilung Sicherheit geführt. Die Abteilung wurde komplett umgebaut und mit neuen Kontrollmechanismen personeller und organisatorischer Art aufgestellt. "Wir haben uns angesichts der erkennbaren Schwachstellen und hohen Sensibilität dieses Bereichs für unser Unternehmen der Unterstützung eines langjährigen und erfahrenen Experten aus dem polizeilichen Bereich des Bundesinnenministeriums versichert: Ministerialdirektor a. D. Reinhard Rupprecht wurde noch in 2007 als Sicherheitsbevollmächtigter des Vorstands eingesetzt", erklärt Obermann.

Am 28. April 2008 wurden dem Vorstand nun neue, wesentlich umfangreichere und noch gewichtigere Vorwürfe durch ein Schreiben eines offenbar an den Vorgängen extern Beteiligten bekannt, der aus der Konzernabteilung Sicherheit heraus beauftragt worden war.

René Obermann zu den Vorwürfen: "Mit unserem Vorgehen wollen wir höchst mögliche Transparenz erreichen und der Strafjustiz ermöglichen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zudem haben wir als Vorstand gemeinsam mit dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrats bereits eine erfahrene und angesehene Anwaltskanzlei beauftragt, eine rückhaltlose Aufklärung aller behaupteten Missbräuche durchzuführen."

Im Interesse der staatsanwaltlichen Prüfung kann sich das Unternehmen derzeit nicht weiter zu Details äußern."

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