WTO-Ministertreffen zur Rettung der Doha-Runde

Genf - Zur entscheidenden Sitzung über die Rettung der seit 2001 laufenden Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels sind am Montag Vertreter der Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf zusammengekommen.

Bis Ende der Woche wollen sie für den Agrar- und Industriegüterbereich eine Lösung finden, um die seit sieben Jahren immer wieder festgefahrenen Verhandlungen doch noch zu einem Ende bringen zu können.

Vor allem die ärmsten Entwicklungsländer sollen davon profitieren, dass sie ihre Agrarprodukte aber auch Waren besser auf dem Weltmarkt vertreiben können. Während die großen Schwellenländer wie China, Brasilien oder Indien von den Industrieländern erwarten, dass sie ihre hohen Agrarsubventionen abbauen, fordern diese besseren Zugang und niedrigere Zölle für ihre hochwertigen Industrieprodukte wie Maschinen und Autos in diese Länder.

Die EU-Kommission verhandelt für die Europäische Union, es sind aber auch die einzelnen EU-Mitgliedstaaten vertreten. Aus Deutschland werden ab Mitte der Woche Landwirtschaftsminister Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Michael Glos (beide CSU) in Genf sein. Die nach der Hauptstadt des Emirats Katar benannte Handelsrunde galt schon oft als gescheitert. Nur ein gemeinsamer Beschluss aller 153 Mitgliedsstaaten könnte noch die Wende bringen.

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