Guy Wyser-Pratte siegt im IWKA-Machtkampf

- Karlsruhe - Im Machtkampf beim Karlsruher Maschinen- und Anlagenbauer IWKA hat der umstrittene US-Finanzinvestor und Großaktionär Guy Wyser-Pratte einen entscheidenden Sieg errungen und denkt nun über ein Aufsichtsratsmandat nach.

Alle sechs IWKA-Aufsichtsräte der Kapitalseite kündigten ihren Rückzug an. Bis Ende Oktober soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung ein neues Kontrollgremium eingesetzt werden. Zugleich werden alle Konzernteile geprüft. Wyser-Pratte, der mit 6,6 Prozent zweitgrößter IWKA-Aktionär ist, fordert eine Konzentration auf Robotertechnik.Bis zur außerordentlichen Hauptversammlung soll auch ein Nachfolger für Firmenchef Hans Fahr gefunden werden, der Anfang Juni unter dem Druck von Wyser-Pratte und anderer Investoren zurückgetreten war. Er habe bereits einen Kandidaten im Auge, sagte Wyser-Pratte. Er wirft dem bisherigen Management vor, Ertragspotenzial in der Roboter-Sparte Kuka vernachlässigt zu haben.Der Ex-Mercedes-Chef Jürgen Hubbert, dessen Ablösung Wyser-Pratte schon vor Monaten betrieben hatte, sowie fünf andere Kontrolleure kündigten am Freitag in einer Aufsichtsratssitzung an, ihre Mandate auf der außerordentlichen Hauptversammlung niederzulegen.

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