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Stürmische Zeiten für den Yachtbauer Bavaria.

Yachtbauer Bavaria steckt in der Krise

Giebelstadt - Einer der führenden deutschen Yachtbauer steckt in der Krise: Nachdem das Geschäft bei Bavaria Yachtbau in der Rezession stark eingebrochen sei, habe die hohe Schuldenlast überhandgenommen.

Das "Handelsblatt" (Freitag) hatte berichtet, dem Unternehmen mit Sitz im unterfränkischen Giebelstadt drohe die Insolvenz, weil es die nächste fällige Zinszahlung Ende Juli nicht mehr schultern könne. Man versuche deshalb, sich auf eine Bilanzrestrukturierung zu einigen. Weder Bavaria noch der beteiligte Finanzinvestor Bain Capital wollten dazu Stellung nehmen. Allerdings hieß es aus Unternehmenskreisen: "Bavaria ist operativ eine Perle und steht operativ besser da als seine Wettbewerber." Schließlich fertige man nur auf Auftrag und gegen Anzahlung, so dass man nicht auf vollen Lagern sitze.

In den Verhandlungen habe man deshalb "keinen Riesendruck", hieß es in den an den Gesprächen beteiligten Kreisen, eine Insolvenz sei nur die letzte Option. Laut "Handelsblatt" muss Bavaria jährlich 60 bis 70 Millionen Euro an Zinsen zahlen. Bain Capital habe dem Unternehmensgründer in einem der letzten großen Private-Equity-Deals 1,1 Milliarden Euro gezahlt, mehr als das Zwölffache des operativen Gewinns (EBITDA). Bei Bavaria arbeiten nach Unternehmensangaben in einer der weltweit modernsten Serienfertigungsanlagen für Segelyachten etwa 620 Mitarbeiter.

dpa

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