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Die Konzernzentrale der Firma Yahoo in Sunnyvale, Kalifornien (Archivbild).

Yahoo kämpft gegen schleichenden Niedergang

Sunnydale - Der Internet-Pionier Yahoo kämpft weiter gegen seinen schleichenden Niedergang an. Auch Ende 2011 gingen Umsatz und Gewinn zurück.

Der schwächelnde Internet-Konzern Yahoo kann seinen Abwärtstrend weiterhin nicht stoppen. Im Schlussquartal 2011 gab es erneut weniger Umsatz und Gewinn. Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um gut 13 Prozent auf 1,32 Milliarden Dollar. Der Gewinn ging um 5,3 Prozent auf 312 Millionen Dollar zurück, wie der Internet-Pionier am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Damit schnitt Yahoo zumindest in Nähe der Wall-Street-Erwartungen ab. Die Anleger konnten sich nicht so recht bei der Bewertung der Zahlen entscheiden, nach einer kleinen Achterbahnfahrt verlor die Aktie nachbörslich schließlich 0,8 Prozent.

Besonderer Grund zur Sorge: Die Erlöse im Geschäft mit Bannerwerbung, dem Kerngeschäft von Yahoo, gaben erneut um vier Prozent auf 546 Millionen Dollar nach. Das Internet-Urgestein kämpft hier mit Rivalen wie Google und Facebook, die Yahoo immer mehr Marktanteile abnehmen können. Die Erlöse aus dem Suchmaschinengeschäft fielen um 27 Prozent auf 465 Millionen Dollar. Yahoo kooperiert hier mit Microsofts Suchmaschine Bing.

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Zuletzt fand der Internet-Konzern nach monatelanger Suche einen neuen Chef als Ersatz für die im Herbst gefeuerte Carol Bartz. Der Ebay-Manager Scott Thompson soll das Geschäft wieder in Gang bringen. Weiter unklar ist, ob Yahoo größere Konzernteile wie das Asiengeschäft verkauft. Spekulationen über eine Übernahme des gesamten Unternehmens traten unterdessen wieder in den Hintergrund. Mitgründer Jerry Yang, der als ein Hindernis für größere Veränderungen galt, zog sich jüngst aus dem Unternehmen zurück. Auch über einen Abgang des viel kritisierten Verwaltungsratschefs Roy Bostock wird immer wieder kritisiert.

Thompson verwies nach den Zahlen auf den um zehn Prozent gesteigerten operativen Gewinn als Zeichen für Fortschritte. In diesem Jahr werde Yahoo die Ressourcen auf Kernbereiche konzentrieren, um im Markt aggressiver aufzutreten. Man werde nach neuen Erlösquelle suchen. Auch mit weiterem Stellenabbau sei zu rechnen, berichtete das “Wall Street Journal“ unter Berufung auf informierte Personen.

Im gesamten Jahr 2011 schrumpfte der Yahoo-Umsatz um 21,2 Prozent auf 6,32 Milliarden Dollar. Der Gewinn fiel um 14,8 Prozent auf 1,36 Milliarden Dollar.

dpa

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