Yen-Höhenflug lässt Tokios Börse einbrechen

Tokio - Japans Zentralbank hat den rasanten Yen-Höhenflug vorerst nicht stoppen können: Am Dienstag gab die Börse wie von Ökonomen erwartet, deutlich nach.

Einen Tag nach der Entscheidung der Bank von Japan, dem Bankensektor noch mehr Liquidität bereitzustellen, gab die Börse in Tokio am Dienstag wie von Ökonomen erwartet wieder deutlich nach. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte stürzte um satte 325,20 Punkte oder 3,55 Prozent auf den Endstand von 8824,06 Punkten ab. Der breit gefasste Topix verlor 24,54 Punkte oder 2,96 Prozent auf 804,67 Zähler. Dazu trugen Händlern zufolge auch negative Vorgaben der Wall Street bei.

Volkswirte hatten bereits am Vortag bezweifelt, dass eine Aufstockung der Liquidität große Wirkung auf Yen und Wirtschaft haben wird, da sich die Nachfrage der Unternehmen nach zusätzlichen Mitteln für Investitionen wegen trüber Wachstumsaussichten in Grenzen halte. An den Aktien- und Devisenmärkten hatte sich denn auch schon kurz nach dem Beschluss und anfänglich teils kräftigen Ausschlägen Ernüchterung eingestellt, da die Maßnahme keinerlei Überraschung bot. Die Notenbank hat sich allerdings drastischere Mittel vorbehalten. 

Der Euro notierte am Dienstagnachmittag zum Yen bei 106,41-44 Yen, nachdem er am späten Vortag noch mit 108,35-39 Yen gehandelt worden war. Zum Dollar lag der Euro bei 1,2641-44 Dollar nach 1,2731-33 Dollar am Vortag. Der Dollar notierte zum Yen bei 84,16-19 Yen nach 85,11-13 Yen am Vortag. 

dpa 

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