New Yorker Börse schuldet Spitzenkräften 133 Millionen Dollar

- New York - Die Millionen für Manager der New Yorker Börse sorgen weiter für Aufsehen. Die Pensionszahlung von 140 Millionen Dollar für den inzwischen zurückgetretenen Börsenchef Dick Grasso war kein Einzelfall. Auch die gemeinsam für das Tagesgeschäft der NYSE zuständigen Spitzenmanager Catherine Kinney (50) und Robert Britz (52) haben bei Eintritt in den Ruhestand Anspruch auf jeweils rund 22 Millionen Dollar (18,8 Mio Euro), wie die weltgrößte Börse am Freitag mitgeteilt. Insgesamt schuldet sie ihren Spitzenkräften 133 Millionen Dollar an Pensions- und anderen Ansprüchen.

 <P>Britz habe Anspruch auf 22,6 Millionen Dollar und Kinney auf 22 Millionen Dollar, hieß es. Hinzu kämen Millionenbezüge für die Jahre 1998 bis 2002. Auch Will R. Johnston, ein NYSE-Berater und früherer Präsident der Börse, sowie die Vizepräsidenten Edward A. Kwalwasser, Richard P. Bernard sowie Richard A. Edgar wurden gemessen an den Bezügen und Pensionsansprüchen von anderen Unternehmensmanagern glänzend entlohnt.</P><P>William Donaldson, der Leiter der amerikanischen Wertpapier- und Börsenkommission SEC, verdiente im vergangenen Jahr dagegen nur 142 000 Dollar.</P><P>Die NYSE veröffentlichte die Angaben zu Gehältern, Boni sowie sonstigen Bezügen und Pensionszuwendungen für die sechs ranghöchsten NYSE-Manager während der Jahre 1998 bis 2002 im Detail. Kinney und Britz sind beide COOs (Chief Operating Officer) der NYSE. Sie sind damit die zweithöchsten Mitglieder des Börsen-Spitzenmanagements.</P><P>Der neue Interims-Börsenchef John Reed will Reformen einleiten und die Suche nach einem ständigen Nachfolger beginnen. Er arbeitet für ein symbolisches Jahresgehalt von einem Dollar.</P><P>Reed betonte am Freitag in einer Mitteilung an die Börsenmitglieder, dass die NYSE ihre Bezahlungspläne ab 2004 ändern wolle. Nach seinen Angaben hatte Grasso die Bezahlung der Spitzenmanager dem für die Festlegung der Bezüge zuständigen Verwaltungsrats-Ausschuss der Börse empfohlen. Dieser habe sie dann ebenso wie der gesamte Verwaltungsrat genehmigt.</P>

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