Üblich für diese Saison

Zahl der Arbeitslosen in Bayern im Juli leicht gestiegen

Nürnberg - Schulabgänger melden sich zeitweise arbeitslos, Betriebe machen Ferien: Im Sommer steigt die Zahl der Arbeitslosen stets etwas an. Doch der Jobmarkt in Bayern steht aus Expertensicht weiter gut da.

Zum Beginn der Sommerflaute ist die Zahl der Jobsucher in Bayern im Juli voraussichtlich leicht gestiegen. „Saisonüblich rechnen wir mit einem leichtem Anstieg der Arbeitslosigkeit“, sagte ein Experte im bayerischen Arbeitsministerium. Im Sommer melden sich jedes Jahr viele Schulabgänger zeitweise arbeitslos und Betriebe machen Ferien.

Dennoch sei der Jobmarkt im Freistaat weiter stabil. Im Vergleich zum Vorjahr erwartet der Experte nochmals eine leichte Verbesserung. Im Juli 2015 hatte die Erwerbslosenquote in Bayern bei 3,4 Prozent gelegen. Die offiziellen Arbeitslosenzahlen gibt die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag (28. Juli) in Nürnberg bekannt.

Sorgen bereitet den Unternehmen im Freistaat derzeit vor allem der geplante EU-Austritt Großbritanniens. „Die weltkonjunkturelle Großwetterlage hat sich - auch durch den Brexit - stark eintrübt“, sagte der Experte. Großbritannien ist für Bayern der zweitgrößte Exportmarkt nach den USA. „Der Brexit hätte für uns als Exportland entsprechend negative Auswirkungen.“ Wie groß die Folgen ausfallen werden, hänge jedoch vom Verlauf der Austrittsverhandlungen ab und von den Verhandlungen über die künftigen Handelsbeziehungen.

Auch die Zahl der arbeitslosen Flüchtlinge wird die Zahl der Erwerbslosen weiter leicht steigen lassen. „Derzeit verkraftet der Arbeitsmarkt das trotzdem noch sehr gut.“ Der Jobmarkt werde weiter durch den Konsum und steigende Einkommen getragen.

Im Juni hatte die Arbeitslosenquote in Bayern ein Rekordtief erreicht: Sie sank um 0,2 Punkte auf 3,2 Prozent und war damit so niedrig wie nie zuvor. Die Zahl der Arbeitslosen ging auf etwa 234 000 zurück. In den vergangenen drei Jahren stieg die Zahl der Jobsucher im Juli im Schnitt um rund 3600 an.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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