Zahl der Arbeitslosen in Bayern steigt um 7900 auf 259 800

Nürnberg - Die Zahl der Arbeitslosen in Bayern ist im August saisonbedingt um 7900 auf 259 800 gestiegen. Dennoch seien es 22,1 Prozent weniger als vor einem Jahr, berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Nürnberg.

Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Prozentpunkte auf 3,9 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 5,1 Prozent gelegen. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg im Juni 2008 auf 4 515 100 und erreichte damit nach Angaben von Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller (CSU) einen neuen Rekordwert.

Obwohl im August weniger neue Stellen geschaffen worden seien, halte Bayern sich auf einem hohen Niveau, sagte der Chef der Regionaldirektion, Rainer Bomba. Die Arbeitslosenquote habe mit 3,9 Prozent den niedrigsten August-Wert seit 1993 erreicht. Der Freistaat hat damit weiterhin die niedrigste Arbeitslosigkeit in Deutschland, gefolgt von Baden-Württemberg mit einer Quote von 4,1 Prozent.

Der leichte Anstieg der Erwerbslosenzahlen um 3,2 Prozent im Vergleich zum Vormonat sei jahreszeitlich bedingt. Nach Angaben der Regionaldirektion belasteten der Beginn der Sommerferien und auslaufende Ausbildungsverträge den Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosigkeit bei den unter 20-Jährigen stieg im Vergleich zum Vormonat um 55,4 Prozent, lag aber immer noch um 41,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.

In 31 von 96 Städten und Landkreisen lag die Arbeitslosenquote bei unter 3 Prozent. Am niedrigsten war sie weiterhin in den Landkreisen Eichstätt (1,5 Prozent) und Unterallgäu (1,9 Prozent), die ihre eins vor dem Komma halten konnten. Die höchste Quote verzeichnete wie bisher der Agenturbezirk Hof mit 6,3 Prozent. Die Regionaldirektion betonte, dass auch der bayernweit schlechteste Wert immer noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liege. "Der Rückgang der Arbeitslosigkeit in Bayern hat im August wie üblich saison- und ferienbedingt eine kurze Verschnaufpause eingelegt", sagte Müller und kündigte an, dass die Arbeitslosigkeit im Herbst weiter zurückgehen werde.

In dem vergleichsweise schwachen Regierungsbezirk Oberfranken mit einer Arbeitslosenquote von fünf Prozent sei die Arbeitslosigkeit am stärksten abgebaut worden, teilte die Regionaldirektion mit. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Bezirk ein Minus von 27,3 Prozent verzeichnen. Nach Ansicht von Bayerns Arbeitsministerin Christa Stewens (CSU) verringert sich das Nord-Süd-Gefälle im Freistaat zunehmend. "Innerhalb nur eines Jahres ist die Arbeitslosenquote in Oberfranken um 1,9 Prozentpunkte auf aktuell 5,0 Prozent gesunken und konnte damit den höchsten Abbau der Arbeitslosigkeit unter allen Regierungsbezirken verzeichnen", sagte sie.

Stewens sagte außerdem, sie freue sich besonders über den positiven Trend bei den Frauen. "Mit 138 562 Frauen sind 24,6 Prozent oder 45 248 weniger arbeitslos gemeldet als noch im August 2007."

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