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Die Arcandor-Konzernzentrale in Essen.

Zahl der Arcandor-Insolvenzanträge steigt weiter

Essen - Beim Essener Handels- und Tourismusunternehmen Arcandor geraten immer mehr Tochterfirmen in den Sog des Insolvenzverfahrens.

Am Freitag werde sich die Zahl der betroffenen Gesellschaften voraussichtlich auf 28 weiter erhöhen, sagte ein Unternehmenssprecher in Essen. Neben der Muttergesellschaft Arcandor hatten seit dem 9. Juni unter anderem die Töchter Quelle, Karstadt und Primondo Insolvenzantrag beim Essener Amtsgericht gestellt. Der auf Elektroartikel spezialisierte Internetshop “Myby“ hatte seinen Antrag beim Amtsgericht Düsseldorf vorgelegt.

Eine Insolvenz muss nicht das aus bedeuten

Eine Insolvenz muss nicht das Aus bedeuten

Insgesamt hat Arcandor mehr als 500 Tochtergesellschaften. Die Anträge der von der Insolvenz betroffenen wichtigen Gesellschaften lägen bereits vor, hieß es. Nicht betroffen von der Insolvenz ist das Tourismusunternehmen Thomas Cook. Der Arcandor-Anteil an dem Unternehmen ist jedoch zu großen Teilen an die Banken verpfändet. Der vorläufige Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg will sich nach Angaben eines Sprechers am Freitag mit den Banken zu einem ersten Sondierungsgespräch treffen. Mit konkreten Ergebnissen der Unterredung werde jedoch nicht gerechnet, hieß es.

dpa

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