Zahl der bezahlten Überstunden wächst

Bericht: - Berlin -­ Die Zahl der bezahlten Überstunden ist laut einem Bericht im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder gestiegen. Unter Berufung auf die neuesten Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit berichtet die "Welt", dass die Arbeitnehmer 2006 insgesamt 1,45 Milliarden Überstunden leisteten, nach 1,43 Milliarden im Vorjahr.

Dies entspreche 41,9 bezahlten Überstunden pro Beschäftigtem. Hauptgrund für den Anstieg sei die anziehende Konjunktur im zweiten Halbjahr 2006. Unternehmen versuchten in Phasen einer anziehenden Konjunktur häufig, die gestiegenen Auftragseingänge mit Überstunden abzufangen.

Im Vergleich zur Rasanz des Wirtschaftsaufschwungs sei der Überstunden-Anstieg allerdings relativ moderat ausgefallen. Laut Statistik der Arbeitsmarktbehörde sei die Zahl der bezahlten Überstunden im Westen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2000 machte demnach jeder Beschäftigte noch 47,9 Überstunden, in den 60er- und 70er-Jahren waren es pro Jahr sogar häufig mehr als 100 Überstunden.

Dabei fällt in den Unternehmen immer weniger reguläre Arbeitszeit durch Krankheit aus. Die Zahl der Krankheitstage in deutschen Unternehmen ist weiter gesunken. Im Jahr 2006 war jeder Mitarbeiter im Durchschnitt 6,8 Tage krank gemeldet, geht aus einer am Montag veröffentlichten Aufstellung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.

Im Jahr zuvor seien es noch 7,2 Tage gewesen. Damit habe sich der Rückgang bei den Krankheitstagen seit 1999 kontinuierlich fortgesetzt. Damals hatte der durchschnittliche Krankenstand noch 9,3 Tage betragen, berichtet das Forschungszentrum der Bundesagentur für Arbeit (BA).

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