+
Ob mit dem Auto oder mit der Bahn: Immer mehr Menschen pendeln über größere Entfernungen zur Arbeit. Foto: Peter Endig/Symbolbild

Zahl der Fernpendler zur Arbeit gestiegen

Bonn (dpa) - Die Zahl der Fernpendler ist in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2013 hatten 1,2 Millionen Beschäftigte einen einfachen Arbeitsweg von mehr als 150 Kilometern.

2003 lag die Zahl der Fernpendler noch bei 1 Million. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Auswertung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) in Bonn. In den sieben größten Städten Berlin, Köln, Hamburg, Frankfurt, München, Stuttgart und Düsseldorf machten Fernpendler demnach einen Anteil zwischen 5 und 10 Prozent aller Beschäftigten aus.

"Viele Beschäftigte sind bereit, für eine ihrer Qualifikation entsprechende Anstellung längere Distanzen in Kauf zu nehmen und nur über das Wochenende zu Hause zu sein", sagte BBSR-Direktor Harald Herrmann. "Die Ballungsräume sind gut vernetzt. Das fördert die Mobilität auch über große Distanzen."

Die durchschnittliche Länge aller Arbeitswege stieg von 15,5 Kilometern im Jahr 2003 auf 16,6 Kilometer 2013. Hier habe sich der Trend in den letzten Jahren jedoch abgeschwächt. Ein Grund dafür sei die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt.

BBSR-Analyse

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

T-Systems streicht weltweit 10.000 Stellen
Bonn (dpa) - Die schwächelnde Telekom-Großkundentochter T-Systems will bis 2020 rund 6000 Stellen allein in Deutschland streichen - weltweit sollen es 10.000 sein. Der …
T-Systems streicht weltweit 10.000 Stellen
Großkontrollen zum Dieselfahrverbot
Autofahrer, die in Hamburg gegen die bundesweit ersten Dieselfahrverbote verstoßen, werden zur Kasse gebeten. Die Kontrollen sind allerdings aufwendig.
Großkontrollen zum Dieselfahrverbot
Länder uneins über Verteilung der VW-Milliarde
Wegen des Dieselskandals hat VW eine Milliarde Euro Geldbuße gezahlt, die nun ausschließlich dem Land Niedersachsen zufließt. Das finden nicht alle Länder richtig, …
Länder uneins über Verteilung der VW-Milliarde
BER-Zeitplan gerät weiter unter Druck
Der Zeitplan zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Oktober 2020 gerät weiter unter Druck.
BER-Zeitplan gerät weiter unter Druck

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.