Zahl der Erwerbstätigen sinkt wieder

- Wiesbaden - Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Deutschland im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, hatten im Jahresdurchschnitt 38,7 Millionen Erwerbstätige ihren Arbeitsort in Deutschland. Das waren 121 000 Erwerbstätige weniger als 2004, als die Beschäftigung noch um 0,4 Prozent angestiegen war.

Ursachen für den Rückgang 2005 waren unter anderem der Abbau von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen; auch die Zahl der Minijobs nahm nach dem kräftigen Anstieg in den beiden Vorjahren ab. Damit sei 2005 anders als 2004 der Rückgang bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nicht durch Zuwächse bei Minijobs oder anderen geförderten Beschäftigungsformen ausgeglichen worden.

Die Zahl der Arbeitnehmer ging 2005 um 0,7 Prozent auf knapp 34,4 Millionen Beschäftigte zurück. Dagegen stieg die Zahl der Selbstständigen um 3,2 Prozent auf gut 4,3 Millionen. Der Anstieg der Selbstständigenzahlen sei allerdings wegen größerer Hürden für die Gewährung von Existenzgründerzuschüssen schwächer als im Vorjahr ausgefallen.

Besonders stark war der Personalabbau im Baugewerbe mit minus 5,0 Prozent. In der Landwirtschaft ging die Zahl der Beschäftigten um 2,2 Prozent zurück, in der Industrie um 1,7 Prozent. Dagegen nahm die Beschäftigung im Dienstleistungsbereich um 0,5 Prozent zu.

Damit hatten 71,9 Prozent aller Erwerbstätigen ihren Arbeitsplatz im Dienstleistungsbereich. 1991 lag der Anteil noch bei 59,5 Prozent. Der Anteil der Industrie sank im gleichen Zeitraum von 29,3 auf 20,3 Prozent. Auch das Baugewerbe und die Land- und Forstwirtschaft verzeichneten Rückgänge und kamen vergangenes Jahr auf 5,5 und 2,2 Prozent.

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